Grandhotels, Risotto und Bomben
Buch

Grandhotels, Risotto und Bomben

Geschichte der futuristischen Geräuschkunst

176 Seiten, Klappenbroschur
Preis: 14,00 €
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Nur mit Geräuschen vermischt waren die Orchester der Grandhotels zu vernehmen. Aus solchem Gesamtklang heraus entstand das Programm für die schräge Geräuschkunst von Luigi Russolo. Diese hat weniger mit Leidenschaft für Industrie und Maschinen zu tun, als vielmehr mit gefüllten Wachtelschenkeln, mit in Vestibülen spielenden Kapellen oder mit Parks und Kolonnaden der Kurorte. Dort und in der lombardischen Metropole kulminieren zwischen 1909 und 1921 das Geld und seine Verachtung, der Anarchismus und Faschismus, der Futurismus und die Avantgarde. Ausgehend von unbekannten Dokumenten rekonstruiert Mathias Gredig jenen so einzigartigen wie flüchtigen historischen Moment und stellt dabei nicht nur die Futurismus-Forschung auf den Kopf, sondern schlägt eine neue ästhetische und historische Einordnung der Geräuschkunst wie auch der frühen Avantgarde und der bürgerlichen Unterhaltungsmusik insgesamt vor. In Begleitung von Russolos Geräuschintonatoren erzählt er eine bisher unerhörte Geschichte: des Mailänder Risottos, der Fanatiker, Kriegsversehrten und Esoteriker, der anarchistischen und faschistischen Agitationen, von Bombenanschlägen und ihrer Umgebung, die in die Musik wandert.
Buch
ISBN: 978-3-7518-3012-6
Verlag: Matthes & Seitz Berlin
Erscheint vorauss.: 02.05.2024
Schlagworte: Musikologie, Musik, Avantgarde, Faschismus, Anarchismus, Futurismus, Kulturgeschichte, Italien, Instrumente, Russolo, Geräuschmusik, Geräusche
  • Mathias Gredig

    Mathias Gredig promovierte an der Universität Basel und lebt als Autor und Forscher im Engadin.