Hechte
Buch

Hechte

Ein Portrait

159 Seiten, gebunden
Illustration: Falk Nordmann
Preis: 20,00 €

Der Fisch der Stunde: Kaum vom Klimawandel betroffen, erweist sich der Hecht als erstaunlich robuste Art, die stets eine große Faszination auf den Menschen ausübte

Als »Wasserteufel« und »Verkörperung des Bösen und Unheilvollen« wurde er bezeichnet. Die Anspielungen auf den größten und gefährlichsten Raubfisch unserer Breiten sind so mannigfaltig wie trügerisch. Henry David Thoreau würdigte ihn ebenso wie Wladimir Putin, der mit Hechten als Ausdruck von Stärke und Männlichkeit posiert. Der Hecht ist aber auch Sinnbild eines lebendigen, volkstümlichen Humors: Wenn es wie Hechtsuppe zieht, schließt man besser Fenster und Türen, und ein toller Hecht ist ein schwungvoller Kerl, der mit Chuzpe an sein Ziel gelangt. Andreas Möller spürt in seinem hinreißenden Portrait den Gründen dieser Ambivalenz nach. Er zeigt den Hecht als den großen Einzelgänger unserer Gewässer, der sich konsequent wie kein anderer Speisefisch der industriellen Nutzung verweigert. Hechtfänge sind immer Einzel- und Zufallsfänge, die sich nicht kalkulieren lassen. Hechte ist ein ist ein packendes und poetisches Portrait, reich gespickt mit kulturgeschichtlichen Beobachtungen zum Angeln, zur Alltagsfotografie oder zum Präparieren von Hechtköpfen. Es ist aber auch ein Plädoyer für das konkrete und anschauliche Erleben der Natur und das ehrfürchtige Gefühl von Naturschönheit.

Buch
ISBN: 978-3-7518-0213-0
Verlag: Matthes & Seitz Berlin
Veröffentlicht: 2022
Schlagworte: Hechte, Angeln, Natur, Nature Writing, Meer, Raubfische, Anglerfische, Überfischung, Süßwasser, Brackwasser

»Andreas Möller […] hat ein vielgestaltiges Buch über hechte verfasst, reich gespickt mit kulturgeschichtlichen Anekdoten, mit persönlichen Erlebnisberichten aus seinem Angleralltag, mit biologischen Details und nicht zuletzt mit philosophischen Betrachtungen über unser sich wandelndes Verhältnis zur Natur.«
– Susanne Rothenbacher, Schweizer Familie

  • Andreas Möller

    Andreas Möller, 1974 in Rostock geboren, befasst sich seit seiner Doktorarbeit zur Naturliebe und Technikkritik der Deutschen während der Weimarer Republik (»Aurorafalter und Spiralnebel. Naturwissenschaft und Publizistik bei Martin Raschke 1930-1932«, 2005) mit dem Verhältnis von Gesellschaft ... mehr

  • Judith Schalansky

    Judith Schalansky, 1980 in Greifswald geboren, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign und lebt als freie Schriftstellerin und Buchgestalterin in Berlin. Sowohl ihr Atlas der abgelegenen Inseln als auch ihr Bildungsroman Der Hals der Giraffe wurden von der Stiftung Buchkunst zum »Schönsten deutschen Buch« gekürt. Für ihr Verzeichnis einiger Verluste erhielt sie 2018 den Wilhelm-Raabe-Preis. Seit dem Frühjahr 2013 gibt sie die Reihe Naturkunden heraus.

Das könnte Sie auch interessieren

Anzahl: 1