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»Die Würde des Menschen ist unantastbar.« Diesem vermeintlich selbstverständlich gewordenen Anspruch, der sich dem Humanismus europäischer Prägung verdankt, geht Jürgen Goldstein in dieser prägnanten ideengeschichtlichen Untersuchung auf den Grund. Er zeigt, welche Potenziale Begriffe wie Bildung, Individualität und Leiblichkeit, Freiheit und Selbstbestimmung, Vernunft und Sittlichkeit oder politische Partizipation über Jahrhunderte hinweg gegen viele Widerstände entfalten konnten. Er skizziert damit auch eine Tiefengeschichte der Gegenwart als Aufklärung über unser eingelagertes Selbstverständnis und zeigt dessen Grenzen und Gefährdungen, wenn er mit Verweis auf die Gewalt des Antihumanismus und Ausblicken auf die Utopien des Transhumanismus sowie den kritischen Posthumanismus eine Perspektive für eine humane Welt entwirft.
»Dieses Buch bietet hervorragende Anlässe, vergessene Episoden zu erinnern und neu und leidenschaftlich von ihnen zu erzählen. Die Denkform der ›intellektuellen Nacherzählung‹ … hat Goldstein hier in ebenso gekonnter wie straffer Form wiederbelebt. Angesichts von Ungerechtigkeit, Hass und Kriegen hilft es, auf verständliche Weise an die großen, vielfältigen Formen der Humanität erinnert zu werden, unter deren Schutz wir alle leben wollen.« – Gert Scobel, Philosophie Magazin
»Angesichts der aktuellen Krisen und Blockaden des Projekts einer wirklichen Humanisierung der Welt setzt dieses erste Perspektiven-Bändchen einen wohltuenden Gegenakzent, der alle ansprechen kann, die das humanistische Erbe Europas noch nicht zum alten Eisen werfen möchten.« – Fritz Reusswig, Ökologisches Wirtschaften










