Monsieur Bougran in Pension
Buch

Monsieur Bougran in Pension

Erzählung

32 Seiten, Broschur mit Schutzumschlag
Übersetzung: Gernot Krämer
Preis: 12,00 €
Monsieur Bougran ist ein Ministerialbeamter, der mit seiner vorzeitigen Pensionierung nicht zu Recht kommt. Er bekämpft sein Unbehagen, indem er in seiner Wohnung das frühere Büro nachstellt und vorgibt, er wäre noch immer Beamter. Er heuert Monsieur Huriot als Hilfskraft an, schreibt Briefe an sich selbst und bearbeitet fiktive Akten. Huysmans kannte das Bürokratenmilieu gut, er war selbst knapp vierzig Jahre lang Beamter, die Situation der Angestellten, die Dienstvorschriften und die unerträgliche Routine waren ihm vertraut. Aus intimer Kenntnis der Bürokratie entsteht ein köstliches Porträt des Alltagslebens in den Ministerien. Sein Protagonist verharrt in subalterner Position, zum Ausformulieren von Amtsbriefen verdammt. Er klagt über den Verfall der Sitten und das Unwissen der Neulinge, die den Sinn von amtsgerechten Schlußformeln nicht beherrschen. Bougran bedeutet Steifleinen, sinngemäß auch beengtes Dasein, in dem Namen steckt aber auch das Wort bougre, armer Schlucker. Er ist ein in der Literatur durchaus bekannter Typus, den man auch bei Flaubert antrifft.
Buch
ISBN: 978-3-93210-972-0
Verlag: Friedenauer Presse
Veröffentlicht: 2012
Nachwort: Daniel Gronjowski
Schlagworte: französische Literatur, Erzählung, Beamtentum, Pensionär
  • Joris-Karl Huysmans

    Joris-Karl Huysmans, eigentlich Charles Marie Georges Huysmans, wurde 1848 in Paris geboren. Im Hauptberuf Angestellter des Innenministeriums, publizierte er kürzere Texte für Zeitschriften, Erzählungen, Gedichte und mehrere Romane, die zum Teil auch ins Deutsche übersetzt wurden. Er war mit Emile ... mehr