Paranoia in Hollywood
Buch

Paranoia in Hollywood

Wie die USA exilierte Künstler erst retteten und dann verfolgten 1941–1953

400 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Preis: 28,00 €
Auch erhältlich als Ebook Buch (Gebunden)

»Dieses Buch hat das Zeug zu einem echten Blockbuster.« 
– Jurybegründung zur Nominierung zum Preis der Leipziger Buchmesse 2026

 

Santa Monica, Pacific Palisades oder Beverly Hills – das sind die klingenden Namen des kalifornischen Idylls, in dem sie Zuflucht gefunden haben: Filmemacher und Schauspieler, Schriftsteller und Intellektuelle, die in den 1930er- und 1940er-Jahren vor den Nazis aus Europa fliehen mussten. Sie bilden eine Solidargemeinschaft der Exilierten: Bertolt Brecht, Helene Weigel und Hanns Eisler, Billy Wilder und Vicki Baum, Fritz Lang und William Wyler, Thomas und Heinrich Mann. Wer in Berlin, Wien oder Prag einen Namen hatte, folgte dem Ruf der boomenden Filmindustrie Hollywoods. Doch dieses romantische »Weimar am Pazifik« ist nicht die ganze Geschichte: Noch während sie im beginnenden Krieg ihren mal militärischen, mal moralischen Beitrag aufseiten der Alliierten leisten, werden die Geflüchteten zu Verdächtigen. Eben noch als noble Nazi-Gegner gefeiert, wird jetzt ihr Müll vom FBI durchsucht – der »red scare« und der McCarthyismus machen aus Freigeistern und Linksliberalen feindliche »Kommunisten«. Das Land, das Zuflucht war, wandelt sich zum Ort der Repression und Verfolgung.

 

Fesselnd und stimmungsvoll, anhand bisher unveröffentlichter Dokumente aus Archiven in Los Angeles zeichnet Jan Jekal nach, wie sich die Exilierten gegen das autoritäre Amerika wehrten – mit Aktivismus, Witz, Courage und mit Filmen, die zu Klassikern geworden sind –, aber auch, wie einige von ihnen an Amerika verzweifelten.

Buch
ISBN: 978-3-7518-2103-2
Verlag: Matthes & Seitz Berlin
Auflage: 2
Veröffentlicht: 2026
Schlagworte: Hollywood, Thomas Mann, Billy Wilder, Marlene Dietrich, Florian Illies, Uwe Wittstock, McCarthy-Ära, Kommunisten, Antisemitismus, Theodor W. Adorno

»Glänzend und schnörkellos geschrieben erzählt Jan Jekal in seinem für den Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse nominierten Debüt die Geschichte einer schleichenden Entfremdung von Amerika. Mit feiner Balance zwischen differenzierter Ausgewogenheit und Empathie gegenüber seinen Sujets.« – Tobias Sedlmaier, Neue Zürcher Zeitung

»Exzellent ... Mit seinem ersten Buch setzt Jekal Maßstäbe. ... ›Paranoia in Hollywood‹ ist auch deshalb faszinierend zu lesen, weil das Buch so viele verschiedene Biographien bündelt.«  – Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»So elegant und gewitzt erzählt, dass die Lektüre zum reinen Vergnügen wird.«  – Christian Schröder, Tagesspiegel

»Einzigartig ... die Flüssigkeit, mit der Jekal unzählige Anekdoten zusammensetzt zu einer großen Erzählung.«  – Barbara Schweizerhof, der Freitag

» ›Paranoia in Hollywood‹ muss gelobt werden, sehr heftig sogar, für die Recherche und die Konstruktion, für all die wunderbaren Details, die der Autor in den Archiven von Los Angeles gefunden hat. Und dafür, wie er seinen gigantischen Cast, sein scheinbar unübersehbares Personal und dessen Handlungen und Erfahrungen nach dem Prinzip der Gleichzeitigkeit gliedert.« – Claudius Seidl, Süddeutsche Zeitung

»In seinem furiosen Sachbuchdebüt ›Paranoia in Hollywood‹ zeigt der 33-jährige Journalist Jan Jekal an filmreif geschnittenen Biographien wie die schöne neue Welt für die Exilanten zum amerikanischen Albtraum wurde.« – Eveline Petraschka, IN München

  • Jan Jekal

    Jan Jekal, 1993 in Kiel geboren, ist freier Autor und Kulturjournalist. Er hat Nordamerikastudien an der Freien Universität Berlin studiert. Seine Texte zu Film und Musik erscheinen unter anderem in der ZEIT und der Süddeutschen Zeitung. Er moderiert zudem den Popkultur-Podcast Rolling Stone Weekly. ... mehr

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