Philosophie der Migration
Buch

Philosophie der Migration

343 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Übersetzung: Daniel Creutz
Preis: 26,00 €

Eine der wichtigsten europäischen Intellektuellen reflektiert über die entscheidende politische Herausforderung für unser derzeitiges und zukünftiges globales Zusammenleben.

In der vom Nationalstaat beherrschten politischen Landschaft ist der Migrant ein Unwillkommener und wird beschuldigt, anderen ihren Platz streitig zu machen. Es gibt jedoch kein territoriales Recht, das eine Politik der verallgemeinerten Zurückweisung rechtfertigen könnte. Im Rahmen einer existenziellen und politischen Philosophie der Migration, die auf globale Gerechtigkeit ausgerichtet ist, reflektiert Donatella Di Cesare die grundlegende Bedeutung des Migrierens und stellt erneut ihre Fähigkeit unter Beweis, in Auseinandersetzung mit analytischen und phänomenologischen Ansätzen direkt in das Herz der Frage zu treffen. Wohnen und Migrieren bilden keine Gegensätze, wie der noch in den Fängen der alten Gespenster von Blut- und Bodenrecht begriffene Gemeinsinn meint. In jedem Migranten ist hingegen die Figur des »ansässigen Fremden« zu erkennen, des wahren Protagonisten dieses Buches. Im neuen Zeitalter der Mauern und Grenzen, in einer mit Internierungslagern für Flüchtlinge übersäten Welt, spricht sich Di Cesare für eine Politik der Gastfreundschaft aus, die sich auf eine Loslösung vom eigenen Wohnort gründet, und umreißt auf diese Weise einen neuen Sinn des Zusammenwohnens in unserer globalisierten Welt.

Buch
ISBN: 978-3-75180-317-5
Verlag: Matthes & Seitz Berlin
Veröffentlicht: 2021
Originaltitel: Stranieri residenti (Italienisch)
Schlagworte: Philosophie, Philosophie der Gegenwart, Gegenwartsphilosophie, Migration, Immigration, Fremde, Fremdheit, Europa, Europageschichte, Kulturen, Heimat, Stadt, Großstadt, Nationalität, Nationalismus, Kritik der Gegenwart, Kritik, Eigentumskritik, Kulturkritik, Gegenwartskritik, Krise, Eurokrise, Flüchtlingskrise, Flucht, Gesellschaftskritik

»Mit ihrer gerade auf deutsch erschienen ›Philosophie der Migration‹ ist es Donatella di Cesare gelungen, Migration von Grund auf neu zu denken, Migration, jeden Migranten, jede einzelne Migrantin als Herausforderung und Chance zu verstehen, sich für eine ethisch-politische Praxis der Gastfreundschaft, des neuen Zusammenwohnens einzusetzen.«
– Anselm Weidner, SWR2 Lesenswert

»Migration denkt [Di Cesare] nicht länger im Paradigma von Grenze und Immunität, sondern als Phänomen, das der politischen Ordnung vorausgeht und sie bedingt.«
– Alexander Schnickmann, Tagesspiegel

  • Donatella Di Cesare

    Donatella Di Cesare, geboren 1956 in Rom, ist Professorin für Theoretische Philosophie an der Universität La Sapienza in Rom und lehrt zudem Philosophische Hermeneutik an der Scuola Normale Superiore in Pisa. Sie war eine der letzten Schüler von Hans-Georg Gadamer und gehört zu den präsentesten ... mehr

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