Populäre Gesänge

Chants populaires

Populäre Gesänge
Populäre Gesänge
Chants populaires

239 Seiten, Gebunden
Vorwort: Jean Bollack
Nachwort: Tim Trzaskalik

Originaltitel: Chants Populaires (Französisch)
Übersetzung: Tim Trzaskalik

Erschienen: 2011
ISBN: 978-3-88221-609-7
Preis: 26,90 €

Grimms Märchen neu geschrieben

Philippe Becks ›Populäre Gesänge‹ erforschen die Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm. Jeder Gesang ist eine Version oder Neuschreibung nach einem Märchen der Gebrüder Grimm. Im Tunnel der Epoche befragt Beck aufs Neue den warnenden Charakter der Märchen. Eine Warnung kann lähmend sein und die Angst ist ein schlechter Ratgeber. Die Kraft der Dichtung besteht darin, die Angst geschmeidiger zu machen. Die ›Populären Gesänge‹ forschen in den Märchen nach neuen Gesten oder Gebärden, die sie aus dem Zitieren des Überlieferten gewinnen.

Pressestimmen

»Ein sowohl formal als auch inhaltlich bemerkenswert eigensinniger Band. Philippe Beck gelingt es, aus den Märchen der Brüder Grimm und aus den sie umklammernden Palimpsesten klare poetische Räume herauszuschreiben... Auch die Übersetzung aus dem Französischen muss nachdrücklich gelobt werden.«
- Marica Bodrozic, Ö1-exlibris

»Becks Didaktisches Gedicht meint nicht mehr Sachkunde in Versen, sondern Erziehung des Dichters durch das Gedicht. Die Dichtung heißt fortan Literatur: Leben, das nicht das Leben ist, ja nicht einmal das wahre Leben. Die Worte erzeugen eine Gesellschaft und diese Gesellschaft ist der Anlass zu ›didaktischen Gedichten‹, sie hat allen Anlass, sich über den Unterricht, den sie erteilt, von Grund auf neu zu unterrichten. Das Unterrichten einer Gesellschaft über den Unterricht, den sie erteilt, wird insbesondere Fabel geheißen. Und so spricht Beck zu uns im Modus der Fabel über das ›geistige Tierreich‹.«
- Jacques Rancière


»Beck stellt sich dem Nihilismus als einer neuen, einer erneuerten Möglichkeit des Ethischen, insofern der Ethos vor allem ein Aufzug der Sprache wäre, ein straffer, doch lustiger, ein trockener und ruckartiger und doch zarter Aufzug.«
- Jean-Luc Nancy