Psychogeografie
Buch

Psychogeografie

239 Seiten, gebunden
Preis: 22,00 €

Die erste umfassende Anthologie zur Psychogeografie - von ihren Anfängen der Flanerie bis zur Gegenwart des Politischen

Seit es urbane Räume gibt, haben Städte eine eigene Identität. Jedes einzelne Gebäude, jede Straße, jedes Viertel, jede Litfaßsäule und jeder monumentale Prachtbau hat eine eigene Geschichte, die es zu erzählen gilt, wenn wir begreifen wollen, wie uns die Welt um uns herum beeinflusst. Dies ist besonders wichtig, wenn Städte sich so rasant verändern, wie es derzeit der Fall ist. Dann müssen die alten Fragen, wem die Stadt gehört und wer sie gestaltet, neue Ausdrucksformen finden. Von Paris nach London und über Umwege nach Berlin: Diese von Anneke Lubkowitz herausgegebene Anthologie versammelt wichtige und überwiegend erstmals auf Deutsch publizierte Grundlagentexte zur Auseinandersetzung mit einer hierzulande bisher kaum bekannten Tradition der Stadterkundung. Die erstmals 1956 von Guy Debord beschriebene Psychogeografie ist eine Methode des Gehens und der Stadterkundung, in der man sich treiben lässt, sich der Umgebung aussetzt, sie beobachtet und darüber objektive Erkenntnisse zu gewinnen versucht. Die Gefühle, die dabei ausgelöst werden, unterscheiden sich von denen des Flaneurs oder des dandyhaften Schlenderers: Sie dienen dem »Aufspüren« einer städteplanerischen Absicht, die etwa den Zugang zu manchen Bezirken erschwert und bestimmte gesellschaftliche Gruppen voneinander abgrenzt. Das Gehen der Psychogeografen bringt somit die verborgenen Logiken einer Stadt zum Vorschein.

Mit Beiträgen von Garnette Cadogan, Guy Debord, Aminatta Forna, Grashina Gabelmann, Anja Kümmel, Henri Lefebvre, Fabian Saul, Paul Scraton, Will Self, Iain Sinclair, David Wagner und Frank Witzel.
Buch
ISBN: 978-3-95757-782-5
Verlag: Matthes & Seitz Berlin
Veröffentlicht: 2020
Schlagworte: Stadt, Urbanität, urban, Straße, Gassen, Denkmal, Architektur, Architekturgeschichte, Kunst, Essay, Psychologie, Erinnerung, Situationismus, Situationistische Internationale, dérive, öffentlicher Raum, Landschaft, Stadtplanung, Häuser, Wohnen, Nicht-Orte, Flanieren, Flaneur, Gehen, Umherschweifen, Dandy, Dandysmus, Wandern, Natur, Politik, Boulevard
  • Anneke Lubkowitz

    Anneke Lubkowitz, geboren 1990, hat in Berlin und Edinburgh Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Englische Philologie studiert und promoviert an der Humboldt Universität Berlin zum britischen Nature Writing im 21. Jahrhundert. Gemeinsam mit Kommilitonen gab sie von 2011 bis 2018 das Literaturmagazin Sachen mit Woertern heraus. Zuletzt erschien ihr Essay Falling through the map (SuKuLTuR, 2018).