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Der Privatgelehrte, Übersetzer, Komponist, Landschaftsforscher, Briefkünstler Hans Jürgen von der Wense legte in dreißig Jahren wandernd 27 000 Kilometer zurück – auf kleinstem Raum. Meter für Meter, stets mit der topografischen Karte in der Hand, erforschte er sein Terrain, die deutschen Mittelgebirge im Grenzgebiet von Südniedersachsen, Ostwestfalen und Nordhessen. Hier kannte und feierte er jeden Baum, jeden Berg, jeden Bach und jedes Dorf. Seine Wanderungen waren Kurzschlüsse zwischen regionaler Mikroskopie und universaler Erfahrung. Was er auf seinen Wegen erlebte, übersetzte er in ekstatische Briefe, geschwinde Tagebucheinträge, luzide Kleinstnotate, Fotografien und fantastische Messtischblatt-Erläuterungen. Die Sammlung dieses verspäteten Frühromantikers mit futuristischem Tempo, dieses Archäologen des Übersehenen, Vergessenen und Untergegangenen umfasste bei seinem Tod etwa 15 000 beidseitig beschriebene, nach Flussverläufen geordnete Blätter. Nach Landschaften geordnet, seine genauen Routen exakt verzeichnet, liegen Wenses Aufzeichnungen nun erstmals als Buch vor.
In Routen II steht Wenses Welthauptstadt im Zentrum: Paderborn. Von dort geht es nicht nur ins Lippische Land und ins Nethe-Gebiet bis nach Warburg, sondern auch übers Hochsauerland bis ins Rothaargebirge. Zwei grandiose Reiseberichte enthalten Wenses Naturschreiben in nuce.
»Wenn Sie in diesem Jahr nur Zeit für ein Buch haben, dann lesen Sie dieses. Es könnte Ihr Leben verändern.« – Hans Zipppert, Welt
»Wohl niemand hat Westfalen mehr geliebt und gepriesen, niemand hat seine Schönheiten detaillierter, präziser, hymnischer beschrieben.« – Uli Hufen, WDR
»Die Akribie, mit der er noch den kleinsten Weg notiert, kann gern zum lokalen Nachwandern verlocken. Aber das ist es nicht, was diese Prosa ausmacht. Es ist die einzigartige Weise, in der lokale Details mit Erdgeschichte, nüchterne Mikrotopografie mit Gefühlsrausch sich verbinden.« – Der Freitag
»Jede deutsche Landschaft sollte einen Hans Jürgen von der Wense haben. Oder überhaupt jede Landschaft. So aber kann man nur ausrufen: O du glückliches Südniedersachsen! Ostwestfalen, Nordhessen! Damit ist ziemlich genau das Wense-Country umrissen, das dieser geniale Außenseiter der deutschen Literatur zwischen 1932 und seinem Tod 1966 weltrekordverdächtig durchwanderte und in – zu Lebzeiten unveröffentlichte – Textberge verwandelte.« – Richard Kämmerlings, Welt am Sonntag
»Absolut empfehlenswert!« – Annette Fischer, die warte
- So30.Aug2026LesungSonntag, 30.08.2026, 14:00 Uhr, Tagungshaus Altes Forsthaus Germerode e.V., Meißner
Eine Wanderung auf der Spur von Hans-Jürgen von der Wense
Der Verein Das Alte Forsthaus Germerode lädt zu einer Wanderung auf den Spuren Wenses ein. Schauspieler Götz Lautenbach schlüpft in die Rolle Wenses und rezitiert dessen Texte. Ausgangspunkt ist ...mehr








