Steinzeit

Mauern in Berlin

Steinzeit
Steinzeit
Mauern in Berlin

411 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
Illustration: Falk Nordmann

Erschienen: 2011
ISBN: 978-3-88221-536-6
Preis: 29,90 €

Der Aufstand der Dinge

Mauern sind schwer, unbeweglich, starr, manchmal auch aus elastischem Metall oder knospendem Grün. Ausgehend von Berlin erzählt Olaf Briese eine Kulturgeschichte der Mauern. In seinem materialreichen und mitreißend erzählten Buch spannt er den Bogen von ersten steinzeitlichen Siedlungen bis hin zu modernen Sicherheitsregimes. Mauern werden zu ebenso verborgenen wie souveränen Regenten, die den Menschen verändern. Diesem Aufstand der Dinge entspringt eine verkehrte Welt, der bewegte Themenpark der Moderne, der permanente Karneval der Kulturen. Die siebzehn Abschnitte, die Gartenund Ghettomauern ebenso behandeln wie Friedhofs- und Fabrikmauern – bis hin zur berühmten Berliner Mauer –, schildern, wie die versteinerten Verhältnisse selbst ihr Lied spielen, wie Mauern ihren Eros entfalten und wie sie fallen und ständig neu erschaffen werden.

Pressestimmen

»Ein großartiges Buch.«
Hanns Zischler, dradio.de, 8. April 2012


»Von der Steinzeit bis zum Verschwinden der Berliner Mauer im Nirwana offizieller Erinnerungsrituale spannt Briese einen kühnen Bogen, der en passant auch eine Stadtgeschichte Berlins überwölbt, deren Mauern er ökonomisch, ästhetisch und natürlich politisch analysiert.«
Regina Mönch, F.A.Z., 13. März 2012


»Bei ›Mauern in Berlin‹ im Untertitel denkt jeder pflichtschuldig an den Eisernen Vorhang und meint alles zu wissen. Doch man findet eine Kulturgeschichte, die so reich, gut geschrieben und aufregend ist, dass man jede Wand, jeden Ziegelstein, jede Grenze mit neuen, faszinierenden Augen ansieht. Und das in Deutschland, denkt man überrascht, in dem Wissenschaftler angeblich nicht schreiben können, ohne sich die Hand zu verstauchen … Textlich ist Steinzeit ein Wagnis. Briese bindet Persönliches, Fiktionales und Literarisches wie Franz Kafkas chinesische Mauer in den Fortgang ein und leistet sich eine erhellende Subjektivität, sodass man sicher sein kann, dass ihm das viele Kollegen nie verzeihen werden … Doch die Analyse ist geschichtlich solide abgesichert. Man wundert sich, warum die vielen, überaus aufschlussreichen Details, die Briese ausgegraben hat, solange übersehen worden sind. Im Ergebnis wirkt dies, als hätte Briese für sein Buch die Kulturgeschichte neu erfinden, so frisch, unverbraucht und souverän kommt es daher.«
Marc Schweska, literaturkritik.de, 6. Februar 2012


»Anschauliche Wissenschaftsprosa, lebendige Sprache. Oft geht es darum, die auf historischer Propaganda beruhenden Irrtümer zu korrigieren. Das Ganze mit unerschrockenen Bezügen zu gegenwärtigen Debatten.«
George Webber, Stadtblatt Osnabrück, Dezember 2011


»Ein Kleinod. Da kennt einer Berlins Geheimnisse!«
Caroline Fetscher, Der Tagesspiegel, 11. Dezember 2011


»Dieses Buch ist Resultat eines neugierigen Blickes, unorthodoxen Nachdenkens, intensiver Lektüre quer durch alle Disziplinen – sowie der Fähigkeit, mit munterem Esprit zu formulieren.«
Carsten Hueck, dradio.de, 3. Oktober 2011

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