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Als am 12. Juni 2000 in Rio de Janeiro der vollbesetzte Linienbus 174 überfallen wird, steht die Welt still. Alle Augen sind auf die sich entfaltende Geiselnahme gerichtet, brasilianische wie internationale Medien berichten darüber. Am nächsten Tag, noch während die Hintergründe der Tat langsam Konturen annehmen und das Leben des in Polizeigewahrsam ermordeten Geiselnehmers durchleuchtet wird, nimmt unweit davon ein nicht minder tragisches Verbrechen seinen Lauf. Zwei Männer entführen und ermorden einen Autohändler – ihr Opfer: C., der Bruder Carla Bessas, die in tage, leben den Geschehnissen nachspürt, sie in Beziehung setzt und wenn vielleicht nicht Sinn, so doch Form findet für »zwei leben in zwei tagen / zwei tage / leben«, die lange vor den Junitagen im Jahr 2000 begonnen haben und lange danach immer noch Einfluss nehmen auf dasjenige der Autorin.
»Carla Bessas Roman stellt keine Fragen und sucht keine Antworten, sondern findet auf der formalen Ebene einen Ausdruck für das Unfassbare. Gerade darin liegt seine literarische Stärke.«
– Martina Kopf, literaturkritik.de
- Fr18.Sept2026Lesung und GesprächFreitag, 18.09.2026, 19:00 Uhr, ACC Galerie, Weimar
Carla Bessa liest aus »tage leben«
mehrIm Rahmen der Reihe »In Guter Nachbarschaft«
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- Fr09.Okt2026Lesung und GesprächFreitag, 09.10.2026, 19:00 Uhr, Lettrétage, Berlin
Carla Bessa spricht über »Trugbilder verwischen: ein Gespräch über Stereotype«
mehrIm Rahmen des Festivals »Barrio (Barrio) Berlin«
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