Todesarten

Über Bilder der Gewalt

Todesarten
Todesarten
Über Bilder der Gewalt

271 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

Übersetzung: Mit zahlreichen Farbabbildungen

Erschienen: 2011
Verlag: Matthes & Seitz Berlin
ISBN: 978-3-88221-557-1
Preis: 29,90 €
Nicht mehr lieferbar

Die Faszination des Schreckens

»Die größte Kunst führt einen immer wieder zurück an die Verletzlichkeit der menschlichen Existenz.« (Francis Bacon) Bildliche Darstellungen von Gewalt können erschrecken und verzaubern, verstören und erfreuen, ihre zwiespältige Wirkung verdanken sie auch der Distanz zum Dargestellten. Gewaltbilder stellen grausame Szenen vor Augen und bieten dem Betrachter die Möglichkeit zur sinnlichen Anschauung, zur meditativenVersenkung und zur intellektuellen Erkenntnis. Stets konfrontieren sie uns mit der Frage, wer wir sind und wie wir uns selbst verstehen müssen.

In Todesarten nimmt Wolfgang Sofsky ausgewählte Bildwerke der Gewalt akribisch in den Blick. In glänzenden Einzelanalysen geht er ihrer ästhetischen Wirkung und imaginativen Kraft nach. So entsteht ein Bildpanorama von Mord und Totschlag, Kampf und Krieg, Strafe und Opfer, das neue Sichtweisen eröffnet. Von den Anfängen in den Höhlenzeichnungen von Lascaux über christliche Martyrienbilder bis zur modernen Kriegsfotografie erweist sich die abendländische Kunstgeschichte als eine Bildkultur der Gewalt.


Pressestimmen

»Schweren Herzens ist das Werk zu lesen und keine leichte Lektüre, aber es ist großartig.«
Markus Clauer, Die Rheinpfalz, 5. April 2012


»Was an Sofskys Essays fasziniert, ist die Genauigkeit und Bildnähe seiner Analysen. Hier werden nicht nur historische Umfelder, Bildprogramme und Werkstrukturen umsichtig sondiert und künstlerische Praktiken erkundet. Sofsky dringt tief ein in die Motivationshaushalte und Nervensysteme der Künstler, die solche Bilder schaffen.«
Eduard Beaucamp, dradio.de, 19. Februar 2012


»Selten hat man so präzise und einfühlsame Bildbeschreibungen gelesen.«
Bernhard Schulz, Tagesspiegel, 13. Februar 2012


»Sofsky hat eine feines Auge, das Kleinigkeiten mit Sensibilität erfasst und oft genug so formuliert, als könnten sich die Medien von Bild und Schrift verschwistern im Versuch, einer Erfahrung zum Ausdruck zu verhelfen. Das Auge Sofskys zeigt jene sympathetische Humanität, die seine düstere Weltsicht in Abrede stellt. Dieser fast zerreißende Widerspruch macht die Spannung und den Wert dieses Buches aus.«
Hartmut Böhme, Literarische Welt, 11. Februar 2012


»Ein Buch, das vom Umgang der Künstler mit der Gewalt erzählt und einem buchstäblich die Augen öffnet.«
Christoph Heim, Basler Zeitung, 5. Februar 2012


»Sofsky begibt sich hinein in eine verstörende Bilderwelt, um sie mit erstaunlich kunstwissenschaftlichem Sachverstand, gepaart mit literarischem Feingefühl zum Sprechen zu bringen. Wolfgang Sofskys Buch ›Todesarten‹ mit seinen Essays über die Bildermacht des Schreckens und der Gewalt liest sich wie aus einem Guss, kommt ganz ohne Fußnoten aus, ist mit vielen Abbildungen versehen und lehrt den Leser eine Ästhetik zu entziffern, die Menschen zeigt ›zwischen der Begierde des Tötens und der Ohnmacht des Sterbens.«
Angela Gutzeit, SWR2, 29. Januar 2012


»Kaum einer in Deutschland versteht mehr von einer Soziologie der Gewalt als Sofsky; vor allem aber hat er eine Technik ihrer beschreibenden Beobachtung entwickelt, die auch das Versteckte und Verborgene sichtbar macht. Man sieht immer mehr und man sieht genauer, wenn man die Bilder unter Sofskys Anleitung betrachtet.«
Herfried Münkler, Süddeutsche Zeitung, 7. Januar 2012


»›Todesarten‹ ist ein Buch von erlesener Sprache und haptischer Einfühlung. Das anatomische Detail ist für Sofsky immer wichtiger als die symbolische oder allegorische Bedeutung. Ihn interessiert das geschundene Individuum in seiner finalen Situation so sehr, dass bei der Lektüre eine ausgesprochen intime Atmosphäre entsteht.«
Arno Orzessek, Deutschlandradio, 2. Januar 2012


»Glänzend geschrieben und von Matthes & Seitz hochwertig veredelt, gehört Todesarten in das Bücherregal eines jeden kunsthistorisch Interessierten. Ein großartiger Essay, den man nicht mehr aus der Hand geben will – große Empfehlung.«
Patrick Kilian, IKONEN, November 2011


»Ein Meisterwerk!«
Lorenz Jäger, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. November 2011


»A review of Wolfgang  Sofsky's study of pictures of violence in art history seems almost unnecessary. It is simply the best of its kind.«
Reinhold Rieder, austriantimes.at, 11. November 2011


»Mit behutsamer, poetischer Sorgfalt wird herausgearbeitet, was gesehen werden kann.«
Thomas Macho, Neue Zürcher Zeitung, 8. Oktober 2011