Universalität nach dem Universalismus

Über frankophone Literaturen der Gegenwart

Universalität nach dem Universalismus
Universalität nach dem Universalismus
Über frankophone Literaturen der Gegenwart

222 Seiten, Hardcover gebunden mit Schutzumschlag

Erschienen: 2019
Verlag: Matthes & Seitz Berlin
ISBN: 978-3-95757-725-2
Preis: 24,00 €

Markus Messling präsentiert die frankophone Literatur unserer Tage als radikale Hinterfragung jener Ideale, die mit der Französischen Revolution in Paris einst ihre Hauptstadt fanden und heute in einer tiefen Krise stecken: Konzepte wie Universalismus, Gleichheit und Weltgesellschaft sind durch ihre koloniale Durchsetzungsgeschichte stark diskreditiert. Heute werden sie zudem verstärkt wieder durch nationalistische Kräfte angefeindet. Was bleibt von den Idealen? Wie sich nach dem europäischen Universalismus Ansätze einer neuen Universalität finden lassen, ohne die Erkenntnis und Gerechtigkeit in der Weltgesellschaft nicht organisiert werden können, erzählen frankophone Literaturen der Gegenwart.

Pressestimmen

»Die Breite des Spektrums macht das Buch zu einem wertvollen und sehr aktuellen Debattenbeitrag.«
– Joseph Hanimann, Süddeutsche Zeitung

»Der Literaturwissenschaftler Markus Messling interessiert sich für das Phänomen ›Welt‹ und seine Erschaffung in der Literatur. Der Roman ist der Ort, an dem zunehmend die politischen Umwälzungen verhandelt werden. [...] Bei den französischen Autoren entdeckt Messling Themen, die exemplarisch für den aktuellen ›Zeitgeist‹ in Europa stehen: Sozialabbau, Zorn, Verlust von Idealen, Bodenlosigkeit und Melancholie.«
– Susanne Luerweg, Deutschlandfunk Kultur

»Am Beispiel frankophoner Autorinnen und Autoren zeigt Messling, wie unter postkolonialen Vorzeichen ein neuer Begriff von Weltliteratur entstanden ist. Und er führt dabei Namen ein, von denen man hierzulande bisher kaum gehört hat: den aus Togo stammenden Kossi Efoui, den kanadischen Libanesen Wajdi Mouawad oder die aus Kamerun stammende Erzählerin Léonora Miano.«
– Gregor Dotzauer, Der Tagesspiegel

 »Die Anzahl der Philologen, die von sich behaupten können, am Puls der Gegenwart entlang zu lesen, ist nicht groß. Markus Messling gehört zu ihnen.«
Florian Gödel, Nilpferdkönige

»Messling schreibt eine elegante und zugängliche Wissenschaftsprosa.«
– Frank Hahn, tell. Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft