Zonen der Selbstoptimierung
Buch

Zonen der Selbstoptimierung

Berichte aus der Leistungsgesellschaft

288 Seiten, 9 Abbildungen, gebunden
Illustration: Rene Kemp
Preis: 22,00 €
Ob bei der Arbeit, in Schule und Familie, in der Therapie oder beim Stylisten, in der Kneipe oder im Club, im Fitnessstudio oder im Doppelbett: In allen Sphären des Lebens hat sich das Diktat der Leistungssteigerung durchgesetzt. Überall wird optimiert, verglichen und bewertet, um noch besser zu funktionieren und noch mehr herauszuholen. Doch die verschiedenen Zonen der Selbstoptimierung lassen sich auch mit der besten App nicht unter einen Hut bringen. Gute Eltern können nur bedingt coole Hipster sein, und die Herausforderungen des Nachtlebens werden zum Risiko für den Job. Irgendwann verkeilen sich die optimierten Abläufe, die modernen Performer geraten ins Straucheln, und die schreckliche Müdigkeit stellt sich ein. Dieser Band versammelt polemische, gesellschaftskritische, spöttische und poetische Berichte aus den Zonen der Selbstoptimierung. Wissenschaftler, Schriftsteller und Journalisten beleuchten die konkreten Folgen unserer tragikomischen Betriebsamkeit und zeigen den gestressten Menschen, dessen Durst nach vollem Leben sich im überhitzten Leerlauf erschöpft.
Buch
ISBN: 978-3-95757-154-0
Verlag: Matthes & Seitz Berlin
Veröffentlicht: 2016
Schlagworte: Beruf, Schule, Privatleben, Arbeit, Optimierung, Literaturbüro

»Das macht den kritischen Blick des gesamten Sammelbandes aus: Nicht nur die ideologische Oberfläche zu reproduzieren, sondern die in ihr unsichtbar gefangenen, gegenteiligen Wünsche und Begehren aufzuzeigen – bei gleichzeitiger Brüchigkeit der Ideologie und ihrer gesellschaftlichen Grundlage.«
– Jakob Hayner, HUCH - Zeitung der studentischen Selbstverwaltung

  • Felix Klopotek

    Felix Klopotek lebt und arbeitet in Köln. Er ist Redakteur der Kölner StadtRevue und schreibt außerdem für Spex, konkret und Jungle World. 2002 veröffentlichte er ein Buch über die Geschichte des Free Jazz.

  • Peter Scheiffele

    Peter Scheiffele (1971–2015) forschte an der Universität zu Themen der Arbeits- und Organisationssoziologie. Er beschäftigte sich mit der Rolle von NGOs auf Haiti, dem ungarischen Aufstand von 1956 und war Mitbetreiber einer Clubbar in Köln.