Aktuelles
- 28.08.2026
Christian Hansen erhält den Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW
Der diesjährige Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW geht an Christian Hansen für seine Übertragung von César Airas Der Hase aus dem Spanischen mit besonderer Würdigung seines übersetzerischen Gesamtwerks.
Aus der Jurybegründung heißt es dazu: »César Airas Prosawerk Der Hase, im Original bereits 1991 erschienen, stellt höchste Anforderungen an den Übersetzer. Es verbindet erzählerische Verve mit philosophischer Reflexion, schlägt in assoziativer Écriture-automatique-Manier unvermittelt von realistischer Beobachtung in fantastische Spekulation um und entwickelt seinen schnellen Takt aus scheinbar leichtfüßigen, tatsächlich aber immens vielschichtigen Satzbewegungen. [...] Christian Hansen begegnet dieser Herausforderung mit Lässigkeit und unbändiger Lust am Spiel. Seine Übertragung bewahrt die Lakonie des Originals, dessen Schärfe und feinen Humor, ist aber nie nur nachahmend, sondern an jedem Punkt sprühend erfinderisch.«
Christian Hansen, geboren 1962 in Köln, übersetzt seit Mitte der neunziger Jahre lateinamerikanische, spanische und französische Literatur. Er wurde 2010 mit dem Jane-Scatchered Preis ausgezeichnet, erhielt 2014 den Europäischen Übersetzerpreis der Stadt Offenburg und 2019 den Anerkennungspreis des Zuger Übersetzerstipendiums. Er lebt in Berlin und Madrid.
05.08.2026Levin Westermann bekommt den Arno Reinfrank-Literaturpreis 2027
Wir gratulieren herzlich! Levin Westermann erhält den mit 5.000 Euro dotierten Arno-Reinfrank-Literaturpreis der Stadt Speyer 2027. Ausgezeichnet wird Westermann für seine Gedichtbände farbe komma dunkel und bezüglich der schatten, stellvertretend für sein bisheriges Gesamtwerk, das unter anderem auch den Roman Zugunruhe (2024) und den Essayband Ovibos moschatus (2020) umfasst.
In der Jurybegründung heißt es unter anderem: »Levin Westermann ist ein zurückhaltender Einzelgänger in der Landschaft der deutschsprachigen Gegenwartslyrik. Seine Gedichte arbeiten stets mit sparsamem Vokabular und mit präziser Motivik. Sie entfalten Szenarien des Einsiedlertums, der Fremdheit und Befremdung, der existenziellen Geworfenheit. [...] In ihrer großen Härte und ihrer Verwandtschaft zum Schweigen sind diese Gedichte in ihrem sprach- und menschenkritischen Blick auch Zeichen einer Widerständigkeit.«
Die vollständige Jurybegründung sowie mehr Informationen zum Preis und zur Preisverleihung finden Sie hier.
Foto: © Naomi Pinnock
23.07.2026Maja Zades »Wand Wand« ist nominiert für den Harbour Front Debütpreis 2026
Maja Zades Wand an Wand (Erscheint am 3.9.) ist für den Harbour Front Debütpreis 2026 nominiert.
Mit dem Debütpreis zeichnet das Harbour Front Literaturfestival herausragende deutschsprachige Romandebüts aus – Bücher, die durch sprachliche Kraft, erzählerische Eigenständigkeit und literarische Qualität überzeugen.
Am 20. September stellen die sechs Nominierten ihre Romane im NICA Jazz Club Hamburg vor. Dort entscheidet die Jury über die Vergabe des mit 10.000 Euro dotierten Preises.
Wir gratulieren Maja Zade herzlich zur Nominierung und freuen uns auf den Abend in Hamburg.Weitere Informationen finden Sie hier.
© Arno Declair
14.07.2026Martin Warnkes »Large Language Kabbala« steht auf der Shortlist des Tractatus Preises
Der Verein Philosophicum Lech hat die Shortlist für den »Tractatus – Preis für philosophische Essayistik« bekanntgegeben. Sechs Titel hat die dreiköpfige Jury unter Vorsitz von Konrad Paul Liessmann als finale Anwärter:innen ausgewählt. Darunter auch Martin Warnkes Buch »Large Language Kabbala: Eine kleine Geschichte der Großen Sprachmodelle«, das im Januar 2026 bei Matthes & Seitz Berlin erschienen ist.
Wer den Tractatus in diesem Jahr erhält, wird Anfang September bekannt gegeben. Die Verleihung findet am 25. September 2026 beim 29. Philosophicum Lech statt.
Weitere Informationen finden Sie hier.
© Jan Dreer
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