Aktuelles

  • Marie Luise Knott mit »370 Riverside Drive, 730 Riverside Drive. Hannah Arendt und Ralph Ellison« für den Tractatus 2022 nominiert
    19.07.2022

    Marie Luise Knott mit »370 Riverside Drive, 730 Riverside Drive. Hannah Arendt und Ralph Ellison« für den Tractatus 2022 nominiert

    Marie Luise Knott steht mit ihrem Werk »370 Riverside Drive, 730 Riverside Drive. Hannah Arendt und Ralph Ellison« auf der Shortlist für den diesjährigen Tractatus-Essaypreis des Philosophicum Lech!

    Insgesamt sind sieben Titel nominiert – wer den Tractatus in diesem Jahr erhält, wird am 6. September bekannt gegeben. Zur Verleihung kommt es dann am 23. September 2022 beim 25. Philosophicum Lech. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.

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  • Zombie-Highway der Endorphine
    27.06.2022

    Zombie-Highway der Endorphine

    von Tobias Premper

    César Aira zählt zu den wichtigsten Autoren der Gegenwart – und ist vielleicht sogar ihr raffiniertester. Aberwitzige und riskante Erzählkonstruktionen und Plots könnten dazu führen, dass seine Bücher schwer lesbar sind. Das Gegenteil ist der Fall. Mehr noch: Airas Bücher machen süchtig.
    Bislang sind über 80 Bücher erschienen, darunter Romane, Novellen, Kurzgeschichten und Essays, der Autor selbst hat den Überblick verloren. Aira stößt der Begriff »Roman« ab, weil er ihn für eine veraltete, erschöpfte Gattung hält. Er bezeichnet seine Bücher eher als...

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  • Die Gewinner des Internationalen Literaturpreises 2022 stehen fest!
    23.06.2022

    Die Gewinner des Internationalen Literaturpreises 2022 stehen fest!

    Cristina Morales und Friederike von Criegern gewinnen mit »Leichte Sprache«

    Zum vierzehnten Mal wird der Internationale Literaturpreis für Gegenwartsliteraturen in deutscher Erstübersetzung vom Haus der Kulturen der Welt (HKW) und der Stiftung Elementarteilchen verliehen. Für den Roman »Leichte Sprache« erhalten unsere Autorin Cristina Morales und Übersetzerin Friederike von Criegern den Internationalen Literaturpreis 2022. Wir gratulieren von ganzem Herzen und freuen uns mit unserer Autorin und Übersetzerin.

    Aus der Begründung der Jury:
    »Leichte Sprache« ist eine vielstimmige Ich-Erzählung, ein Gerichtsprotokoll, ein Gesprächsprotokoll, ein Roman in Leichter Sprache, ein Fanzine. Ein poröses Ensemble aus Formen und Figuren. Dieser Roman ist kein Inklusionsmärchen, er ist ein Forderungskatalog. Er besteht auf der Benennung von Unterschieden, auf Klarheit, er besteht auf der Notwendigkeit zu hassen, auf Lebendigkeit, Überraschung und Revolte. »Leichte Sprache« ist eine Liebeserklärung an die Politisierung, aber auch an den Tanz und an das Begehren. Er erzwingt eine Neujustierung von Begrifflichkeiten und Zuschreibungen. Unsere Entscheidung, den Preis diesem Buch zu geben, ist eine Liebeserklärung – an das Buch und seine Protagonistinnen, an die Heftigkeit, mit der sie auf Restriktionen, Demütigungen und Entmündigung reagieren.
    »Leichte Sprache« ist ein Buch aus vielen Stimmen, deren Ton oft rasch umschlägt. Rollenprosa von Figuren, über die wir wissen, dass Sprachgewalt und Eleganz nicht ihr Ziel sind, vielleicht auch nicht ihre Fähigkeit – deren Umgang mit Sprache also von vornherein brüchig ist. Man kann sich für eine Übersetzerin kaum eine größere Herausforderung vorstellen. Es ist preiswürdig, mit welcher Diszipliniertheit Friederike von Criegern sich dieser Aufgabe gestellt hat. Cristina Morales’ Buch ist ein Befreiungsschlag, weil es die Stärke vorführt, die unsere Fragilität hervorbringen kann, die Zähigkeit, die in unserer erfahrenen, erlebten oder auch antizipierten Versehrbarkeit gründet. Es führt uns einen auf befreiende Weise veränderten Blick auf die Welt vor, eine erst durch die Anerkennung eigener Versehrbarkeit zur Möglichkeit gewordenen Radikalität.

    Der Preis ist dotiert mit 20.000 € für Autor*in und 15.000 € für Übersetzer*in und würdigt nicht nur herausragende aktuelle Stimmen der internationalen Erzählliteratur, sondern zeichnet insbesondere die Allianz von Autor*in und Übersetzer*in aus.

  • Der Gewinner des Deutschen Preises für Nature Writing 2022 steht fest!
    07.06.2022

    Der Gewinner des Deutschen Preises für Nature Writing 2022 steht fest!

    Der Deutsche Preis für Nature Writing geht 2022 an Levin Westermann. Die Jury zeichnet damit einen Autor aus, der Nature Writing dezidiert als kulturelle Praxis begreift. Sein Romanauszug »Hohfluh« vollzieht eine Bewegung, die aus der schweizerischen Stadt Biel bis nach Hohfluh führt, einer Haltestelle der Magglingenbahn über dem Bielersee. Diese Standseilbahn fungiert gleichsam als Sprungbrett aus einem urbanen Ensemble in einen Wald am Fuße des Jura. Dieser Wald wird zum Ort der Reflexion über die Rechtmäßigkeit seiner Aneignung durch Menschen und andere Tiere sowie über die interessengeleiteten Erzählungen, die über ihn in Umlauf sind. Natur wird dabei nicht zum vermeintlich reinen Objekt der Beobachtung verklärt, sondern in ihren kulturellen Überschreibungen durch Texte und Bilder erst in ihrer heutigen Gestalt kenntlich.

    Darüber hinaus erhalten Katharina Mevissen und Hannah Zufall jeweils ein Stipendium zur Teilnahme am international besetzten Nature Writing Seminar der Stiftung Kunst und Natur im Herbst 2022 in Bad Heilbrunn.

    Der Preis zeichnet Autor*innen aus, die sich in ihrem literarischen Werk auf ›Natur‹ beziehen. Die Vergabe erfolgt durch den Verlag Matthes & Seitz Berlin in Kooperation mit dem Umweltbundesamt sowie der Stiftung Kunst und Natur. Die Preisausschreibung steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Umweltbundesamtes Dirk Messner. Der Preis ist dotiert mit 10.000 € sowie einem sechswöchigen Schreibaufenthalt in den Räumlichkeiten der Stiftung Kunst und Natur inmitten von deren weitläufigen Naturgelände.

    Wir gratulieren allen Preisträger*innen!

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