Aktuelles

  •  Literaturnobelpreis 2026 für Anne Carson
    08.10.2026

    Literaturnobelpreis 2026 für Anne Carson

    Anne Carson wurde »für ihr kühnes und erfindungsreiches Werk, das im spielerischen Dialog mit der klassischen Tradition neue Formen für die zeitgenössische Literatur geschaffen hat«, mit dem Literaturnobelpreis 2026 ausgezeichnet! 

    Anne Carson, geboren 1950 in Toronto, zählt zu den bedeutendsten Dichterinnen der Gegenwart. Sie ist Essayistin, Altgräzistin und Übersetzerin. Ihr von Formwillen und Durchlässigkeit geprägtes umfangreiches poetisches Werk wurde 2026 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.

    Bei uns sind folgende von Marie Luise Knott übersetzten Titel von Anne Carson erschienen:

    Norma Jeane Baker von Troja

    Irdischer Durst

    Anthropologie des Wassers

    Albertine. 59 Liebesübungen

    Presse: 

    »[Anne Carson] [...] lässt die Gegenwart durchtränken von der Vergangenheit.« – Marie Luise Knott, rbb3

    »Carson ist wahnsinnig vielschichtig und wendet das Englische so schön gelenkig an« – Marie Luise Knott, taz

     »Carson [hat] ein faszinierendes, begriffliches und emotionales Geflecht in ihrer Sprache« – Marie Luise Knott, Süddeutsche Zeitung

    »›Anthropologie des Wassers‹ [ist] mit Texten, die lyrische Formen, Prosa, Pop und anthropologische Erkenntnisse in Verbindung treten lassen.« – Gerrit Bartels, Tagesspiegel

    »Die Übertragung der schönen Helena auf die schöne Marilyn Monroe [...] ist einer der meisterhaften Brückenschläge Carsons nicht nur zwischen Alter und Neuer Welt, sondern auch zwischen Epochen, Figuren und Themen.« – Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung

    © Falk Nordmann

  • Matthes & Seitz Berlin mit dem Deutschen Verlagspreis 2026 ausgezeichnet
    07.10.2026

    Matthes & Seitz Berlin mit dem Deutschen Verlagspreis 2026 ausgezeichnet

     

    Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung mit dem undotierten Gütesiegel des Deutschen Verlagspreises 2026. Die Ehrung würdigt unsere verlegerische Arbeit und ist eine schöne Anerkennung für unser Programm, unsere Autorinnen und Autoren, Übersetzerinnen und Übersetzer sowie alle, die unsere Bücher mit Leidenschaft möglich machen.

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  • Annie Dillard (1945-2026)
    16.09.2026

    Annie Dillard (1945-2026)

    Wir trauern um Annie Dillard, die am 15. September im Alter von 81 Jahren verstorben ist.

    Dillard wurde berühmt, als sie 1974 mit 28 Jahren ihr Buch Pilger am Tinker Creek veröffentlichte: Inspiriert von Henry David Thoreaus Walden unternahm Annie Dillard lange Wanderungen durch die Wälder in der Nähe ihres Hauses in Virginia. Als die Aufzeichnungen ihrer Streifzüge umfangreicher wurden als ihre für die Publikation gedachten Arbeiten, entschloss sich Dillard dazu, ihre Hefte zu einem geschlossenen Buch zusammenzutragen.

    Auf dieses Buch, für das sie 1975 den Pulitzer-Preis erhielt, folgten zahlreiche weitere von der Kritik gelobte Veröffentlichungen, darunter zwei Romane, Kurzgeschichten und eine Autobiografie, wodurch Dillard bis heute zu einer der profiliertesten amerikanischen Schriftstellerinnen zählt.

  • 28.08.2026

    Christian Hansen erhält den Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW

    Der diesjährige Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW geht an Christian Hansen für seine Übertragung von César Airas Der Hase aus dem Spanischen mit besonderer Würdigung seines übersetzerischen Gesamtwerks.

    Aus der Jurybegründung heißt es dazu: »César Airas Prosawerk Der Hase, im Original bereits 1991 erschienen, stellt höchste Anforderungen an den Übersetzer. Es verbindet erzählerische Verve mit philosophischer Reflexion, schlägt in assoziativer Écriture-automatique-Manier unvermittelt von realistischer Beobachtung in fantastische Spekulation um und entwickelt seinen schnellen Takt aus scheinbar leichtfüßigen, tatsächlich aber immens vielschichtigen Satzbewegungen. [...] Christian Hansen begegnet dieser Herausforderung mit Lässigkeit und unbändiger Lust am Spiel. Seine Übertragung bewahrt die Lakonie des Originals, dessen Schärfe und feinen Humor, ist aber nie nur nachahmend, sondern an jedem Punkt sprühend erfinderisch.«

    Christian Hansen, geboren 1962 in Köln, übersetzt seit Mitte der neunziger Jahre lateinamerikanische, spanische und französische Literatur. Er wurde 2010 mit dem Jane-Scatchered Preis ausgezeichnet, erhielt 2014 den Europäischen Übersetzerpreis der Stadt Offenburg und 2019 den Anerkennungspreis des Zuger Übersetzerstipendiums. Er lebt in Berlin und Madrid.

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