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  • Die Gewinner des Internationalen Literaturpreises 2022 stehen fest!
    23.06.2022

    Die Gewinner des Internationalen Literaturpreises 2022 stehen fest!

    Cristina Morales und Friederike von Criegern gewinnen mit »Leichte Sprache«

    Zum vierzehnten Mal wird der Internationale Literaturpreis für Gegenwartsliteraturen in deutscher Erstübersetzung vom Haus der Kulturen der Welt (HKW) und der Stiftung Elementarteilchen verliehen. Für den Roman »Leichte Sprache« erhalten unsere Autorin Cristina Morales und Übersetzerin Friederike von Criegern den Internationalen Literaturpreis 2022. Wir gratulieren von ganzem Herzen und freuen uns mit unserer Autorin und Übersetzerin.

    Aus der Begründung der Jury:
    »Leichte Sprache« ist eine vielstimmige Ich-Erzählung, ein Gerichtsprotokoll, ein Gesprächsprotokoll, ein Roman in Leichter Sprache, ein Fanzine. Ein poröses Ensemble aus Formen und Figuren. Dieser Roman ist kein Inklusionsmärchen, er ist ein Forderungskatalog. Er besteht auf der Benennung von Unterschieden, auf Klarheit, er besteht auf der Notwendigkeit zu hassen, auf Lebendigkeit, Überraschung und Revolte. »Leichte Sprache« ist eine Liebeserklärung an die Politisierung, aber auch an den Tanz und an das Begehren. Er erzwingt eine Neujustierung von Begrifflichkeiten und Zuschreibungen. Unsere Entscheidung, den Preis diesem Buch zu geben, ist eine Liebeserklärung – an das Buch und seine Protagonistinnen, an die Heftigkeit, mit der sie auf Restriktionen, Demütigungen und Entmündigung reagieren.
    »Leichte Sprache« ist ein Buch aus vielen Stimmen, deren Ton oft rasch umschlägt. Rollenprosa von Figuren, über die wir wissen, dass Sprachgewalt und Eleganz nicht ihr Ziel sind, vielleicht auch nicht ihre Fähigkeit – deren Umgang mit Sprache also von vornherein brüchig ist. Man kann sich für eine Übersetzerin kaum eine größere Herausforderung vorstellen. Es ist preiswürdig, mit welcher Diszipliniertheit Friederike von Criegern sich dieser Aufgabe gestellt hat. Cristina Morales’ Buch ist ein Befreiungsschlag, weil es die Stärke vorführt, die unsere Fragilität hervorbringen kann, die Zähigkeit, die in unserer erfahrenen, erlebten oder auch antizipierten Versehrbarkeit gründet. Es führt uns einen auf befreiende Weise veränderten Blick auf die Welt vor, eine erst durch die Anerkennung eigener Versehrbarkeit zur Möglichkeit gewordenen Radikalität.

    Der Preis ist dotiert mit 20.000 € für Autor*in und 15.000 € für Übersetzer*in und würdigt nicht nur herausragende aktuelle Stimmen der internationalen Erzählliteratur, sondern zeichnet insbesondere die Allianz von Autor*in und Übersetzer*in aus.

  • Der Gewinner des Deutschen Preises für Nature Writing 2022 steht fest!
    07.06.2022

    Der Gewinner des Deutschen Preises für Nature Writing 2022 steht fest!

    Der Deutsche Preis für Nature Writing geht 2022 an Levin Westermann. Die Jury zeichnet damit einen Autor aus, der Nature Writing dezidiert als kulturelle Praxis begreift. Sein Romanauszug »Hohfluh« vollzieht eine Bewegung, die aus der schweizerischen Stadt Biel bis nach Hohfluh führt, einer Haltestelle der Magglingenbahn über dem Bielersee. Diese Standseilbahn fungiert gleichsam als Sprungbrett aus einem urbanen Ensemble in einen Wald am Fuße des Jura. Dieser Wald wird zum Ort der Reflexion über die Rechtmäßigkeit seiner Aneignung durch Menschen und andere Tiere sowie über die interessengeleiteten Erzählungen, die über ihn in Umlauf sind. Natur wird dabei nicht zum vermeintlich reinen Objekt der Beobachtung verklärt, sondern in ihren kulturellen Überschreibungen durch Texte und Bilder erst in ihrer heutigen Gestalt kenntlich.

    Darüber hinaus erhalten Katharina Mevissen und Hannah Zufall jeweils ein Stipendium zur Teilnahme am international besetzten Nature Writing Seminar der Stiftung Kunst und Natur im Herbst 2022 in Bad Heilbrunn.

    Der Preis zeichnet Autor*innen aus, die sich in ihrem literarischen Werk auf ›Natur‹ beziehen. Die Vergabe erfolgt durch den Verlag Matthes & Seitz Berlin in Kooperation mit dem Umweltbundesamt sowie der Stiftung Kunst und Natur. Die Preisausschreibung steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Umweltbundesamtes Dirk Messner. Der Preis ist dotiert mit 10.000 € sowie einem sechswöchigen Schreibaufenthalt in den Räumlichkeiten der Stiftung Kunst und Natur inmitten von deren weitläufigen Naturgelände.

    Wir gratulieren allen Preisträger*innen!

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  • Die Shortlist des Internationalen Literaturpreises 2022
    25.05.2022

    Die Shortlist des Internationalen Literaturpreises 2022

    Zum vierzehnten Mal verleihen das Haus der Kulturen der Welt und die Stiftung Elementarteilchen den Internationalen Literaturpreis. Wir freuen uns über die Nominierung zweier unserer Titel in diesem Jahr.

    Wir gratulieren Can Xue und Karin Betz zur Nominierung für den Internationalen Literaturpreis für den Roman »Liebe im neuen Jahrtausend«, übersetzt aus dem Chinesischen, und ebenso Cristina Morales und Friederike von Criegern für die Nominierung für den Internationalen Literaturpreis für den Roman »Leichte Sprache«, übersetzt aus dem Spanischen.

    Der Preis zeichnet ein herausragendes Werk der internationalen Gegenwartsliteratur in deutscher Erstübersetzung aus. Er würdigt in dieser Allianz sowohl Originalwerk als auch Übersetzung. Dieser doppelte Fokus macht ihn in der deutschen Preislandschaft einzigartig. Dotiert ist er mit 35.000 € – 20.000 € für Autor*in und 15.000 € für Übersetzer*in.

    Welches Duo aus Autor*in und Übersetzer*in den Preis erhält, wird im Rahmen der Preisverleihung am 22. Juni 2022 im Haus der Kulturen der Welt in Berlin bekannt gegeben.

    Wir gratulieren außerdem allen weiteren nominierten Autor*innen und Übersetzer*innen sowie allen Verlagen.

  • Herbstvorschauen 2022
    06.05.2022

    Herbstvorschauen 2022

    Unsere Vorschauen auf das Herbstprogramm 2022 sind da!

    Alle Neuerscheinungen sowie lieferbaren Titel können Sie der jeweiligen Vorschau entnehmen: Literatur, Sachbuch, Naturkunden, Friedenauer Presse sowie der August Verlag.

    Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Erkunden!

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