Aktuelles

  • Iris Därmann gewinnt den Sigmund-Freud-Preis 2022
    15.08.2022

    Iris Därmann gewinnt den Sigmund-Freud-Preis 2022

    Wir gratulieren Iris Därmann zum Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa 2022.

    Iris Därmann gelingt es »in ihren kulturwissenschaftlichen Arbeiten auf eindringliche Weise, philosophische Denktraditionen mit kulturellen Praktiken und politischen Entwicklungen kritisch abzugleichen. (…) Dabei geht der theoretische Anspruch stets mit einer Klarheit des Ausdrucks und einer Differenziertheit des Arguments einher, die Iris Därmanns Bücher zu einem anschaulichen wie lehrreichen Beispiel aufgeklärter Wissenschaftsprosa machen.« so die Jurybegründung.

    Der Preis wird seit 1964 alljährlich von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen und ist mit 20.000 € dotiert. Ausgezeichnet werden Wissenschaftler*innen, die »durch einen herausragenden Sprachstil entscheidend zur Entwicklung des Sprachgebrauchs in ihrem Fachgebiet beitragen«. Die Preisverleihung erfolgt gemeinsam mit dem Georg-Büchner-Preis am 5. November 2022 in Darmstadt.

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  • Marie Luise Knott mit »370 Riverside Drive, 730 Riverside Drive. Hannah Arendt und Ralph Ellison« für den Tractatus 2022 nominiert
    19.07.2022

    Marie Luise Knott mit »370 Riverside Drive, 730 Riverside Drive. Hannah Arendt und Ralph Ellison« für den Tractatus 2022 nominiert

    Marie Luise Knott steht mit ihrem Werk »370 Riverside Drive, 730 Riverside Drive. Hannah Arendt und Ralph Ellison« auf der Shortlist für den diesjährigen Tractatus-Essaypreis des Philosophicum Lech!

    Insgesamt sind sieben Titel nominiert – wer den Tractatus in diesem Jahr erhält, wird am 6. September bekannt gegeben. Zur Verleihung kommt es dann am 23. September 2022 beim 25. Philosophicum Lech. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.

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  • Zombie-Highway der Endorphine
    27.06.2022

    Zombie-Highway der Endorphine

    von Tobias Premper

    César Aira zählt zu den wichtigsten Autoren der Gegenwart – und ist vielleicht sogar ihr raffiniertester. Aberwitzige und riskante Erzählkonstruktionen und Plots könnten dazu führen, dass seine Bücher schwer lesbar sind. Das Gegenteil ist der Fall. Mehr noch: Airas Bücher machen süchtig.
    Bislang sind über 80 Bücher erschienen, darunter Romane, Novellen, Kurzgeschichten und Essays, der Autor selbst hat den Überblick verloren. Aira stößt der Begriff »Roman« ab, weil er ihn für eine veraltete, erschöpfte Gattung hält. Er bezeichnet seine Bücher eher als...

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  • Die Gewinner des Internationalen Literaturpreises 2022 stehen fest!
    23.06.2022

    Die Gewinner des Internationalen Literaturpreises 2022 stehen fest!

    Cristina Morales und Friederike von Criegern gewinnen mit »Leichte Sprache«

    Zum vierzehnten Mal wird der Internationale Literaturpreis für Gegenwartsliteraturen in deutscher Erstübersetzung vom Haus der Kulturen der Welt (HKW) und der Stiftung Elementarteilchen verliehen. Für den Roman »Leichte Sprache« erhalten unsere Autorin Cristina Morales und Übersetzerin Friederike von Criegern den Internationalen Literaturpreis 2022. Wir gratulieren von ganzem Herzen und freuen uns mit unserer Autorin und Übersetzerin.

    Aus der Begründung der Jury:
    »Leichte Sprache« ist eine vielstimmige Ich-Erzählung, ein Gerichtsprotokoll, ein Gesprächsprotokoll, ein Roman in Leichter Sprache, ein Fanzine. Ein poröses Ensemble aus Formen und Figuren. Dieser Roman ist kein Inklusionsmärchen, er ist ein Forderungskatalog. Er besteht auf der Benennung von Unterschieden, auf Klarheit, er besteht auf der Notwendigkeit zu hassen, auf Lebendigkeit, Überraschung und Revolte. »Leichte Sprache« ist eine Liebeserklärung an die Politisierung, aber auch an den Tanz und an das Begehren. Er erzwingt eine Neujustierung von Begrifflichkeiten und Zuschreibungen. Unsere Entscheidung, den Preis diesem Buch zu geben, ist eine Liebeserklärung – an das Buch und seine Protagonistinnen, an die Heftigkeit, mit der sie auf Restriktionen, Demütigungen und Entmündigung reagieren.
    »Leichte Sprache« ist ein Buch aus vielen Stimmen, deren Ton oft rasch umschlägt. Rollenprosa von Figuren, über die wir wissen, dass Sprachgewalt und Eleganz nicht ihr Ziel sind, vielleicht auch nicht ihre Fähigkeit – deren Umgang mit Sprache also von vornherein brüchig ist. Man kann sich für eine Übersetzerin kaum eine größere Herausforderung vorstellen. Es ist preiswürdig, mit welcher Diszipliniertheit Friederike von Criegern sich dieser Aufgabe gestellt hat. Cristina Morales’ Buch ist ein Befreiungsschlag, weil es die Stärke vorführt, die unsere Fragilität hervorbringen kann, die Zähigkeit, die in unserer erfahrenen, erlebten oder auch antizipierten Versehrbarkeit gründet. Es führt uns einen auf befreiende Weise veränderten Blick auf die Welt vor, eine erst durch die Anerkennung eigener Versehrbarkeit zur Möglichkeit gewordenen Radikalität.

    Der Preis ist dotiert mit 20.000 € für Autor*in und 15.000 € für Übersetzer*in und würdigt nicht nur herausragende aktuelle Stimmen der internationalen Erzählliteratur, sondern zeichnet insbesondere die Allianz von Autor*in und Übersetzer*in aus.

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