Philosophie des Einzelnen
Buch

Philosophie des Einzelnen

Leo Schestow zwischen Denken und Leben

250 Seiten, Broschur
Preis: 20,00 €

»Peter Maximowitsch macht deutlich, dass für Schestow der philosophische Diskurs jedes einzelnen Philosophen immer ein Ausdruck seines persönlichen Dramas ist.« Boris Groys

Leo Schestow, den man zu Recht als Antiphilosophen bezeichnet hat, verweigert sich nicht nur konsequent allen klassifizierenden Zuschreibungen, sondern dem Begriff des Allgemeinen als solchem. Wie Walter Benjamin feststellte, sind Schestows Texte Kunstwerke, die so unerwartet wie steile Berge in einer Stadtlandschaft hervorragen. Sein Schreiben ist provokativ, zyklisch und Ausdruck der Suche nach einer eigenen authentischen philosophischen Sprache.

Peter Maximowitsch geht dieser Suche nach und stößt dabei auf einen performativen Widerspruch, in den Schestow sich in seinem Versuch, sich der Philosophie gänzlich zu entledigen, verwickelt. Er lässt sich sogar selbst in diesen Widerspruch höchst produktiv hineinziehen, denn in seiner Untersuchung stellt er Schestow vor allem im Verhältnis zu denjenigen Denkern vor, von denen er sich abgrenzen wollte: Nietzsche, Plotin, Kierkegaard sowie Husserl. Er kommt dabei zu dem überraschenden Schluss, dass sich gerade die wichtigsten menschlichen Erfahrungen der Philosophie und ihrer systematischen Darstellung entziehen und sich nur in poetischen oder absurden Formen zum Ausdruck bringen lassen.

Buch
ISBN: 978-3-7518-0330-4
Verlag: Matthes & Seitz Berlin
Veröffentlicht: 2021
Reihe: Batterien Bd. 107
Schlagworte: Georges Bataille, Religionsphilosophie, Philosophiegeschichte, Russland, Philosophie, Ästhetik, Phänomenologie, Poetik, Leo Schestow, Martin Luther, Nietzsche, Kierkegaard
  • Peter Maximowitsch

    Peter Maximotwitsch, 1985 in Vilnius, Litauen geboren und in Deutschland aufgewachsen, arbeitet nach dem Studium an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe als Autor, Designer, Künstler und Komponist. Sein theoretisches Interesse gilt der Medientheorie, Ethik und Phänomenologie des Selbst. 

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