Die Krise als Normalzustand ? – Andreas Malm im Gespräch mit Birgit Schneider

Mittwoch 28.10.2020, 20:00, Literaturforum im Brecht-Haus, Berlin

Mit aufrührerischer Intensität und brillanter Klarsicht blickt der Klimaaktivist und Humanökologe Andreas Malm auf die coronabedingten Lockdowns und stellt die entscheidende Frage, wie es möglich war, dass die Staaten des Globalen Nordens angesichts einer Pandemie so effektiv und entschlossen handelten – und warum sie das im Hinblick auf die Erderwärmung nach wie vor nicht tun. Malms mitreißender Essay »Klima|x« (Matthes & Seitz Berlin, ET: 15.10.2020) ist ein Ruf an die Waffen in einem historischen Kampf, in dem der Staat sein wirkmächtigstes Mittel einsetzen muss: die Verstaatlichung umweltschädlicher Industrien und ihre Umwandlung in Agenten des Umweltschutzes.

Aus der dt. Ausgabe liest der Übersetzer David Frühauf
Das Gespräch findet auf Englisch statt.

Eintritt: 5,- € / ermäßigt: 3,- €
Ticketlink: https://bit.ly/3iDY4tw

Andreas Malm, 1977 geboren, forscht an der Universität Lund in Schweden am Institut für Humanökologie und engagiert sich seit fast 20 Jahren in der Klimagerechtigkeitsbewegung. Im Frühjahr 2020 war er als Gastforscher am Center for Humanities und Social Change in Berlin.

Birgit Schneider, 1972 geboren, arbeitete von 2000 bis 2007 in der Forschungsabteilung Das technische Bild der Humboldt-Universität zu Berlin. Heute lehrt sie als Professorin für Medienökologie am Institut für Kunst und Medien der Universität Potsdam. Seit einigen Jahren liegt ihr Forschungsschwerpunkt auf Bildern und Wahrnehmungsweisen von Umwelt und Klimawandel, insbesondere auf Diagrammen, Datengrafiken und Karten. Zuletzt erschien von ihr das Buch »Klimabilder. Eine Genealogie globaler Bildpolitiken von Klima und Klimawandel« bei Matthes & Seitz Berlin.

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Ort

Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestraße 125
10115 Berlin