Englische Lesung von Anna Lowenhaupt Tsing

27.03.2018 19:00, HKW - Haus der Kulturen der Welt, Berlin

Moderne Infrastrukturen haben Ökosysteme geschaffen, die auf Störungen basieren. Lebewesen müssen in ihnen immer wieder neue Überlebensstrategien entwickeln. Anna Lowenhaupt Tsing erforscht die Möglichkeiten des Lebens in den Ruinen des Kapitalismus.

Wie lassen sich in den anthropozänen Landschaften neue Formen der Koexistenz finden? Die Anthropologin Anna Lowenhaupt Tsing untersucht die komplexen Beziehungsgeflechte von Lebewesen und ihrer nicht belebten Umwelt. Sie folgt dabei Migrations- und Handelsrouten, Wertschöpfungsketten und -spekulationen und zeigt, wie sich diese zu einem globalen System verschränken und ständig neue Umwelten formen. In diesen Ökologien des Anthropozäns sucht sie nach Beispielen für Strategien eines „kollaborativen Überlebens […] jenseits gängiger Vorstellungen von Harmonie oder Eroberung. In ihrem 2018 auf Deutsch erschienenen Buch Der Pilz am Ende der Welt plädiert Tsing dafür, die globalen sozio-ökologischen Prozesse in der transdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftler*innen und Künstler*innen lesbar zu machen.

Ort

HKW - Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
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Berlin