Georg Seeßlen und Gabriele Michalitsch zu Gast in der Secession

04.11.2019 19:00, Vienna Secession, Wien

im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Wessen Freiheit?«, die vom 13. Mai bis 4. November 2019 stattfindet

Auf subtile oder offenkundige Weise werden heute Freiheiten und Rechte – private, gesellschaftliche und künstlerische – zunehmend eingeschränkt. Um wessen Freiheiten handelt es sich? Wann bedeutet Freiheit Lust, wann Errungenschaft und unter welchen Bedingungen wird sie zur Zumutung oder gar zur Last? Welche Freiheiten stehen wem und in welchem Ausmaß zu, und von welchen Kriterien und Kräfteverhältnissen ist dies abhängig?

Seit ihrer Gründung 1897 ist die Secession programmatisch der Freiheit der Kunst verpflichtet – ein Grundsatz, der auch 2019 gültig und aktuell ist. Die Koordinaten eines Freiheitsbegriffs von heute befragend, widmet sich die Gesprächs- und Vortragsreihe Wessen Freiheit? konkreten Zukunfts­szenarien und Handlungsoptionen. Die Bewertungen dessen, was als wahr, politisch korrekt oder akzeptabel erachtet wird, verändern sich rasch. Wie und woran lässt sich ein Zuviel oder Zuwenig an Freiheit festmachen, wer hat Anteil an ihrer Verteilung oder Zuerkennung und welche Rolle kommt KünstlerInnen und künstlerischer Arbeit in diesem Spannungsfeld zu?

Die Gesprächs- und Vortragsreihe wird vielgestaltige und facettenreiche Bestandsaufnahmen und Denkanstöße von KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen bieten. Thematische Schwerpunkte umfassen Potentiale der Autonomie in postkapitalistischen, digitalisierten Arbeitsverhältnissen (Franco Berardi), die räumliche Dimension von Verteilung von Besitz und Ressourcen (Danny Dorling), die Rolle von Kunst im Kontext neoliberaler Selbstkontrolle (Gabriele Michalitsch und Georg Seeßlen) und kollektive Ansätze künstlerischer und kuratorischer Praxis (ruangrupa, angefragt).

Konzeption: Susi Jirkuff und Mitglieder der KünstlerInnenvereinigung Wiener Secession
Koordination: Antonia Rahofer
Sujet: Nicole Six und Paul Petritsch

Gabriele Michalitsch, Politikwissenschafterin und Ökonomin an den Universitäten Wien und Klagenfurt. 2002–05 Vorsitzende der ExpertInnengruppe des Europarats zu Gender Budgeting. Publikationen u.a.: Die neoliberale Domestizierung des Subjekts. Von den Leidenschaften zum Kalkül (2006).

Georg Seeßlen, freier Autor, Feuilletonist sowie Kultur- und Filmkritiker, Dozent an verschiedenen Universitäten. Bei uns unteranderem erschienen: »Schnittstelle Körper«

Ort

Vienna Secession
Friedrichstraße 12
1010 Wien

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