»in theory« mit Geoffrey de Lagasnerie

20.09.2019 19:30 - 21:00, diffrakt | zentrum für theoretische peripherie, Berlin

Die Gesprächsreihe »in theory« von diffrakt | zentrum für theoretische peripherie geht der Frage nach den Ursprüngen theoretischer Produktion nach: Wie kommt man dazu, einen beträchtlichen Teil seines Lebens dem Lesen, Denken und Schreiben zu widmen? Theoriebildung lässt sich nie ganz vom vermeintlich Nicht-Theoretischen trennen. Der Philosoph Geoffroy de Lagasnerie, Autor von »Denken in einer schlechten Welt«, im Gespräch.

Wir sind Zeuge eines politischen Rollbacks, den viele noch immer nicht richtig fassen können: Bei Wahlen triumphieren Rechtspopulisten und Rassismus, Homophobie und religiöser Fundamentalismus sind auf dem Vormarsch. Angesichts einer schlechten Welt müssen auch die Intellektuellen die Umstände ihres Tuns einer kritischen Analyse unterziehen. Geoffroy de Lagasnerie fordert, die Bequemlichkeit des Rückzugs hinter die Wertfreiheit der Wissenschaft und die Autonomie der Kunst infrage zu stellen und sich unangenehme Fragen zu stellen: Rechtfertigt ein schön geschriebener Satz eine rassistische Aussage? Wem nützt die Wissenschaft? Nur wenn wir gegenüber diesen Problemen Stellung beziehen, können wir zu einem wirklich kritischen Denken beitragen.

Moderation: Tobias Haberkorn

Eintritt frei

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Ort

diffrakt | zentrum für theoretische peripherie
Crellestr. 22
10827 Berlin