Gespräch

Jan Völker stellt sein Buch »Ein Weltall des Kapitals« vor

Freitag, 20.11.2026, 17:00 Uhr, Alte Schmiede, Wien, Österreich

Im Rahmen der »Langen Nacht der Philosophie«

Nach langer Stille um die staatlichen Raumfahrtprogramme erlebt die Weltraumfahrt eine Renaissance unter dem Vorzeichen der Privatisierung. Touristen werden ins All befördert, Pläne zum Bergbau auf Asteroiden ins Auge gefasst, neue Stätten der Menschheit gesucht – so beginnt die Kolonisation des Weltalls. Einher geht damit die Verfertigung eines neuen Menschenbildes, in dem die Realität vollkommen störungsfrei mit der Imagination übereinkommen soll. Ein Bild, wie Jan Völker anekdotenreich, zugleich mit bestechender Stringenz darlegt, aus dem das Unbewusste ausgeschieden ist. Es trachtet nicht nur danach, die Grenzen der mit Kant begründeten Vernunft zu überwinden, sondern auch das von den Apollo-Missionen geschaffene Bild der Erde, das diese als Umwelt des Menschen zeigte und zur Sorge um den Planeten drängte. Im Blick des Kapitals erweist sich die Erde so nur noch als ein zukünftig verlassener Ort, als Ausgangspunkt für eine neue Wirklichkeit des Menschen – der kommenden Apokalypse überlassen.

Das als Reihe angelegte Gesprächsformat Freitagsgespräche, wird von Walter Famler und Oliver Scheiber konzipiert und wechselseitig moderiert. Ein bis zwei Mal monatlich werden freitags um 17.00 Uhr Gesprächspartner*innen eingeladen, um in 60-minütigen Diskussionen Stellung zu gesellschafts- und kulturpolitischen Fragen zu beziehen.

Ort

Alte Schmiede
Schönlaterngasse 9
1010 Wien

Weitere Informationen

Eintritt: frei
Moderation: Walter Famler und Oliver Scheiber

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