Jean-Christophe Bailly zu Gast im Institut français in Bremen

23.11.2017 19:00, Institut Français Bremen

Zur Reihe: Was macht Frankreich heute aus? Aus soziologischer, politischer, kultureller, philosophischer, literarischer, historischer Sicht? Nach einem Wahljahr, in dem viel diskutiert und debattiert wurde, wo oft gesagt wurde, dass die Trennungslinien noch nie so tief waren, besteht ein Bedarf, gemeinsame Identitäten neu zu entdecken/definieren Das Institut français Bremen lädt Autoren, Journalisten, Philosophen, etc. ein, die uns deren jeweilige, subjektive Definition von „Frankreich“ geben werden und hoffen, dass wir – Deutsche, Franzosen in Deutschland und alle anderen – dadurch ein besseres Verständnis des Nachbarlandes gewinnen können.

Zum Werk: In seinem philosophisch-literarischen Großessay führt Bailly die Beobachtungen und Reflexionen aus seinen Reisen auch in entlegene Gegenden Frankreichs zusammen, immer mit dem Ziel, die Identität der Republik zu erfassen und die in ihr gespiegelte Landschaft und Gesellschaft auf seine Weise zu kartografieren. Landschaftsbuch, Soziogramm und Reportage in einem, führt er uns von einer Fabrik für Fischernetze im alten Bordeaux zu Rodins Atelier in Meudon, von einem Karpfenteich in Fontainebleau, an dem Franz I. schon spielte, bis zu einem Gehöft in Roche, das 1918 von Deutschen gesprengt worden war. Bailly lässt sich führen und verführen von Leuten und Flüssen, Geschichten und Geschichte und legt ein buntes Mosaik des heutigen Frankreich.

Eintritt: frei

Ort

Institut Français Bremen
Contrescarpe 19
28203
Bremen