Landschaft schreiben

11.07.2019, Rathaus Hausach

Lyrik-Symposium, 14:30 - 17 Uhr, und Abendlesung, 20 Uhr, mit Sebastian Unger, Nico Bleutge, Anja Kampmann und Sabine Scho

Naturdichtung befasste sich lange Zeit mit dem Wesen der Dinge. Sprache und Denken waren Teil einer umfassenden Vorstellung von Leben. In der Gegenwart ist das Bild der Natur von Trennungen und Szenarien der Gefährdung bestimmt. Kein Bereich, der nicht vom Menschen beeinflusst wäre. Der «Great Pacific Garbage Patch“ etwa ist ein gigantischer Meereswirbel aus Millionen von Plastikteilen. Selbst Tiere in freier Wildbahn (die in Wirklichkeit aus Reservaten besteht) werden Tag und Nacht von Web-Cams beobachtet. Wie lässt sich über »Natur« heute schreiben? Wie lassen sich »Landschaft« und »Gelände« schreiben? Was können wir von den Kommunikationsformen der Tiere lernen? Für uns, für das Gedicht? Immer in dem Wissen, dass Sprache ein Zeichensystem ist, weit von den »Dingen« entfernt. Die Dichter*innen Sebastian Unger, Anja Kampmann, Sabine Scho, Nico Bleutge und José F.A. Oliver werden gemeinsam mit Studierenden der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe den verschiedenen Möglichkeiten nachgehen, die Sprachen der »Natur« zu erproben. Am Abend werden die vier Gäste ihre Gedichte in einer öffentlichen, anmoderierten Lesung vorstellen.

Von Sebastian Unger ist bei uns »Die Tiere wissen noch nicht Bescheid« erschienen.
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Hausacher LeseLenz.
Eintritt frei.

Ort

Rathaus Hausach
Hauptstraße 40
77756 Hausach

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