Lektürekurs mit Wolfgang Welsch »Wahrnehmung und Welt«

22.11.2018, Raum 293 des Seminargebäudes der Humboldt-Universität, Berlin

Organismen verhalten sich zu ihrer Umwelt als wahrnehmende Wesen. Wahrnehmungen scheinen aber der Welt, wie sie »an sich« ist, äußerlich gegenüberzustehen, als Spiegel, Verzerrung oder gar Erfindung von Wirklichkeit. Wolfgang Welsch zeigt, wie Wahrnehmungen den Umwelten der Lebewesen nicht statisch gegenüberstehen, sondern wie sich durch Wahrnehmungen Natur und Kultur in einer evolutionären Perspektive ineinander verweben. Wahrnehmungen verwirklichen Möglichkeitsformen der Natur und verändern diese zugleich rekursiv. Der Natur, der Lebewesen begegnen, sind daher immer schon unbegrenzt viele Wahrnehmungen anderer und vergangener Lebewesen eingeschrieben. Wahrnehmung (Aisthesis) und sinnliche Präferenzen (Ästhetik) sind Motoren der Evolution. Sie differenzieren und kulturalisieren Natur, so wie diese sich in Wahrnehmungen realisiert.

Jeweils donnerstags 18:30 bis 21:00 Uhr an den folgenden Terminen:

22.11., 6.12., 20.12.2018 und 8.2., 15.2., 22.2., 1.3.2019

Entgeltfrei

Ort

Raum 293 des Seminargebäudes der Humboldt-Universität
Invalidenstraße 110
10115
Berlin

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