Lyriknacht mit Esther Kinsky bei »Eine Brücke aus Papier«

22.10.2019 19:00, Lyrik Kabinett, München

Im Rahmen des fünften deutsch-ukrainischen Schriftstellertreffen in München. Mit Juri Andruchowytsch, Nancy Hünger, Oleh Kozarew, Marion Poschmann und Serhij Zhadan.

Wildheit, Wut und Melancholie, Klage, Sanftmut, Verzweiflung und Naturvernarrtheit sprechen aus den Gedichten dieses Abends. Die Stimmen der Dichter aus der Ukraine treten in einen anregenden Austausch mit denen der deutschen Dichterinnen. Gemeinsamkeit und Gegensatz der lyrischen Äußerungen, die aus sehr unterschiedlicher Weltwahrnehmung stammen, verheißen eine denkwürdige Lyriknacht dieser grenzüberschreitenden poetischen Dialoge.

Esther Kinsky, Autorin und vielfach ausgezeichnete Übersetzerin, beschreibt ausgehend von eigenen Erfahrungen das Verhältnis zwischen Namen und Dingen und die Veränderungen, die sich im Prozess des Übersetzens in diesem Verhältnis vollziehen. Wie wandeln sich die zu den Dingen gehörenden Bilder im Kopf und in der Erinnerung durch den steten Umgang mit der Umbenennung? Wie prägt die Erinnerung andererseits die Wertigkeit der Benennungen und beeinflusst damit die Wortentscheidungen, die man beim Übersetzen unentwegt trifft? Was geschieht in dem Raum, der sich zwischen den beiden Namen in der Herkunfts- und der Zielsprache auftut, während der Übersetzer die Bild- und Klangwelt des zu übersetzenden Textes "fremdspricht"? Kinskys Essay Fremdsprechen zeichnet die feine Grenzlinie nach, die zwischen eigenen und fremden Worten, zwischen eigener und fremder Sprache, zwischen eigenem und fremdem Leben verläuft. Moderation: Chrystyna Nazarkewytsch, Jurko Prochasko und Verena Nolte

Ort

Lyrik Kabinett
Amalienstraße 83
80799 München

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