Wir laden Sie herzlich zu einem Abend mit Manfred Osten und Helwig Schmidt-Glintzer ein.
Die Verzwergungs-Tendenzen Europas hat bereits Goethe früh diagnostiziert. Vor der Französischen Revolution, so Goethe, war das Leben geprägt von einem inneren Streben nach Höherem. Danach aber forderten die Menschen nur noch, ohne selbst bereit zu sein, Verantwortung zu übernehmen oder Leistung zu erbringen.
1827 knüpfte Goethe in seinem China-Bekenntnis daran an und zeigte einen möglichen Ausweg auf: eine grundlegende Erneuerung durch eine Art Ex-Oriente-Therapie – und zwar durch »strenge Mäßigung« im Sinne eines konsequent leistungs- und bildungsorientierten Lebens. Die große 45-bändige chinesische Gesamtausgabe der Werke Goethes, die geplant ist, ehrt Goethe heute indirekt als den Vordenker der von Deng Xiao Ping eingeleiteten Bildungsrevolution im Geiste dieser Vertikalspannung. Mit dem Ergebnis, dass China in den zurückliegenden 40 Jahren erfolgreich den Weg beschritten hat, auf den Europa nun im Sinne einer »neuen Aufklärung« antworten sollte, um der Verzwergung zu entkommen.
Manfred Osten, Autor von »Die Welt ›ein großes Hospital‹. Goethe und die Erziehung des Menschen zum ›humanen Krankenwärter‹ « (Wallstein, 2021), und Helwig Schmidt-Glintzer, Sinologe, diskutieren darüber, wie Europa dem Vorbild Chinas folgen kann – vielleicht, indem es sich an Goethes Worten orientiert.
Die Verzwergungs-Tendenzen Europas hat bereits Goethe früh diagnostiziert. Vor der Französischen Revolution, so Goethe, war das Leben geprägt von einem inneren Streben nach Höherem. Danach aber forderten die Menschen nur noch, ohne selbst bereit zu sein, Verantwortung zu übernehmen oder Leistung zu erbringen.
1827 knüpfte Goethe in seinem China-Bekenntnis daran an und zeigte einen möglichen Ausweg auf: eine grundlegende Erneuerung durch eine Art Ex-Oriente-Therapie – und zwar durch »strenge Mäßigung« im Sinne eines konsequent leistungs- und bildungsorientierten Lebens. Die große 45-bändige chinesische Gesamtausgabe der Werke Goethes, die geplant ist, ehrt Goethe heute indirekt als den Vordenker der von Deng Xiao Ping eingeleiteten Bildungsrevolution im Geiste dieser Vertikalspannung. Mit dem Ergebnis, dass China in den zurückliegenden 40 Jahren erfolgreich den Weg beschritten hat, auf den Europa nun im Sinne einer »neuen Aufklärung« antworten sollte, um der Verzwergung zu entkommen.
Manfred Osten, Autor von »Die Welt ›ein großes Hospital‹. Goethe und die Erziehung des Menschen zum ›humanen Krankenwärter‹ « (Wallstein, 2021), und Helwig Schmidt-Glintzer, Sinologe, diskutieren darüber, wie Europa dem Vorbild Chinas folgen kann – vielleicht, indem es sich an Goethes Worten orientiert.
Wir freuen uns auf Sie!




