Marcus Steinweg zu Gast beim »Philosophischen Café«

Dienstag 22.06.2021, 19:00, Literaturhaus Hamburg

Auch die Künste erzeugen Erkenntnisse, gar ganz eigene Wahrheiten. Doch wie genau tun sie das? Und wie, wenn überhaupt, ließen sich diese auf konkrete Aussagen bringen? »Was ›sagt‹ denn eine Dichtung? Was teilt sie mit?«, fragt bereits Walter Benjamin in seinem Essay zur »Aufgabe des Übersetzers« aus dem Jahre 1923. Seine Antwort: »Sehr wenig, dem, der sie versteht«.

Immer stärker indes scheint sich gerade die Gegenwartskunst unter politischen Thesendruck zu setzen. Und deren Künstlerinnen und Künstler unter identitären Bekenntniszwang. Der Philosoph und Performance-Künstler Marcus Steinweg bewegt sich seit Jahrzehnten mit eigener Stimme zwischen künstlerischer Theorie und Praxis, philosophischer Reflexion und artistischer Intuition. Mit Werken wie »Subjekt und Wahrheit«, »Evidenzterror« oder – gemeinsam mit Frank Witzel – »Humor und Gnade« (Matthes & Seitz) sucht Steinweg, Professor für Kunst und Theorie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, in seinem Schreiben und Sprechen nach neuen Wahrheitswegen. Er lässt damit nicht nur die Philosophie als eine weitere Kunstform erscheinen, sondern auch das Philosophieren als Akt momenthafter Schöpfung. Was an diesem Abend konkret zu beweisen und erfahren sein wird. Ein Wahrheitshappening auf der Bühne!

Moderation: Wolfram Eilenberger

Saalticket: 14€/10€, Streamingticket: 5€

Sollte diese Veranstaltung nicht mit Saalpublikum stattfinden dürfen, wird sie ausschließlich per Livestream übertragen.

Ort

Online, Literaturhaus Hamburg
Schwanenwik 38
22087 Hamburg