Saskia Warzecha liest aus ihrem Lyrikdebüt »Approximanten«

Montag 13.07.2020, 21:00, Haus am Dom, Frankfurt

Wie ist es möglich, sich einem Gegenstand, einer Person oder einer Welterfahrung inhaltlich und sprachlich anzunähern? Welche Rolle nimmt welche Sprechhaltung ein, ist es vielversprechend, sich einer wissenschaftlichen Sprache, einer fachbezogenen Einteilung der Welt zu bedienen, um Erleben sprachlich zu fassen? Oder muss eine anders geartete Sprache hierfür herangezogen werden – und wenn ja: Wie kann diese aussehen, wenn eine Ontologie als sinnstiftendes Element immer wieder versagt? In vier Gedichtzyklen geht Saskia Warzecha diesen Fragen nach und unternimmt verschiedene Versuche, um sprachliches Material aus unterschiedlichen Sprachbereichen zu vereinen, gegenläufige Sprechhaltungen und -bewegungen aufeinanderstoßen zu lassen und so stimmige wie flirrende semantische Verknüpfungen zu erstellen. So legt sie in ihrem Debüt in bemerkenswerter Weise und mit letztlich politischem Ziel offen, welche Ordnungsprinzipien und Werkzeuge zur Vermessung, Einteilung und Kategorisierung angewendet werden, um die Welt verständlich zu machen.

Eine Kooperation zwischen dem Hessischen Literaturforum im Mousonturm e.V. und dem Haus am Dom und mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturamt Frankfurt am Main.

Eintritt: € 8,- / €5,- Soliticket: €12,-
Zutritt nur mit im Vorverkauf erworbenen Tickets.

Ort

Haus am Dom - im Großen Saal und auf der Dachterrasse
Domplatz 3
60311 Frankfurt am Main