Symposim und Literaturfest
Konzept: Thomas Eder & Angelika Klammer
Zehn Jahre hat Peter Waterhouse an seinem dreibändigen opus magnum »Z Ypsilon X« geschrieben, in einem Symposion im kunsthaus muerz sollen dessen Poetik befragt und Lesewege durch die Themen dieses Werks gelegt werden.
Es ist ein Familienepos und ein Antikriegsroman, es achtet auf kleinste Zeichen und eröffnet einen Möglichkeitsraum, in dem die Weltgeschichte angehalten, die Vergangenheit verändert werden kann. Es ist ein Werk der sprachlichen Schärfe und epischen Weite, und wo immer man es anpackt, ganz gerecht wird man ihm nie. Führt man jedoch verschiedene Lesarten zusammen, ergeben sich Nähe, Nachbarschaften und Anknüpfungen an die Werke anderer und an politisch-soziale Konfigurationen.
Die Beiträge des Symposions befassen sich mit der Mehrsprachigkeit und der Stille, mit dem Sprachdenken von Karl Kraus, den Lesespuren in Büchern des Großvaters und der mikroskopischen Ebene, aus der sich dieses Werk entfaltete. Übersetzungen werden ein Thema sein, das Tschechische wie das Englische und eine Folge der Serie „Der Kommissar“, die eine Verbindung zum Großelternpaar wie zur politischen Geschichte schlägt.
Peter Waterhouse, 1956 in Berlin geboren, lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Wien. Nach dem Studium der Germanistik und Anglistik promovierte Waterhouse 1984 mit einer Arbeit über Paul Celan. Als Autor verfasst er Gedichte, Essays, Prosa und Theaterstücke und ist zudem als Übersetzer aus dem Englischen und Italienischen tätig. Seine Werke wurden in über 20 Sprachen übersetzt.
