Gespräch

Buchpräsentationen mit Thomas Wagner und Wolfgang Müller-Funk

Mittwoch, 11.02.2026, 19:00 Uhr, Verlagsräume von Matthes & Seitz Berlin, Berlin


Wolfgang Müller-Funk spricht über sein Buch Grenzen, Thomas Wagner über Wege aus der Gewalt.

Grenzen sind in einer globalisierten Welt zum Dauerthema geworden: Ihre Überwindung wird zum Versprechen wie zum Schrecken zugleich. Wolfgang Müller-Funk zeigt in seiner philosophisch-literarischen Spurensuche, dass Grenzen weit mehr sind als bloße Hindernisse: Im Begriff der Liminalität erweisen sie sich als zentrales Phänomen individueller und sozialer Selbstgestaltung. Seine Analyse führt in die Welt des Mythos, in den Bereich intimer Begegnung und mitten in den Alltag moderner Gesellschaften, die sich an der Frage der Grenze zu spalten drohen.

Spätestens seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sieht sich Europa mit dem Ende einer fragilen Friedensordnung konfrontiert. Thomas Wagner fragt in Wege aus der Gewalt, welche neuen Formen von Verantwortung, von Souveränität und Selbstbestimmung aus einem ernst gemeinten Föderalismus erwachsen könnten. Anhand historischer und aktueller Beispiele zeichnet er die Möglichkeiten föderalistischer Konzepte als geteilter Souveränität nach und zeigt, wie sie Selbstorganisation mit den Prinzipien rechtsstaatlicher Demokratien verbinden.
Durch das Gespräch führt Nicole Gronemeyer, Lektorin bei Matthes & Seitz Berlin.

Wolfgang Müller-Funk war Professor für Kulturwissenschaften in Birmingham und Wien und u.a. Fellow an der New School for Social Research in New York und am IWM in Wien. Unter seinen zahlreichen Veröffentlichungen sind Theorien des Fremden (2016), 365 Tage sind kein Jahr (2020) und Die Kunst des Zweifelns (2021).

Thomas Wagner, 1967 in Rheinberg geboren, ist Kultursoziologe und Autor zahlreicher Bücher. Zuletzt von ihm erschienen sind Die Angstmacher (2017) und Der Dichter und der Neonazi (2021).

Ort

Verlagsräume von Matthes & Seitz Berlin
Großbeerenstr. 57A
10965 Berlin

Weitere Informationen

Eintritt: frei
Moderation: Nicole Gronemeyer

zurück