Vortrag von Birgit Schneider »Klimabilder«

01.09.2019 16:00, Windrose, Eingang GAT, Berlin

Klima, Demokratie und Selbstorganisation

Ein Wald befindet sich in ständiger Veränderung: Der lebendige Prozess der Natur ist die Lunge unserer Zivilisation und ist dennoch permanenter Verwertung ausgesetzt. Die stetige Zerstörung von Wald bringt die Balance des gesamten Planeten aus dem Gleichgewicht, seine Kultivierung ist eine Frage des Überlebens sauerstoffbasierter Lebensformen geworden. Aktuell sind es die Bilder der brenndenden Regenwälder und des rauchschwarzen Himmels über Südamerika, die eine neue Dimension dieser Katastrophe zeigen.

Die Medienökologin Prof. Dr. Birgit Schneider der Uni Potsdam macht mit ihrer Arbeit natürliche Prozesse sichtbar: Wie wird das Klima seit 1800 visuell kommuniziert? Sie veröffentlichte dazu eine Genealogie der Visualisierung des Klimawandels zwischen Wissenschaft, Ästhetik und Politik – Klimabilder – und berichtet nun von ihrer Arbeit.

Die brasilianische Umweltaktivistin Silvia Batista kämpft seit Jahren für soziale Gerechtigkeit – sind doch die Fragen nach Umweltschutz eng mit Rechten der Indigenen und Schwarzen Bevölkerung verknüpft. Batista verbindet in ihrem Vortrag hochaktuelle Fragen nach Herrschaft und Abhängigkeit mit Demokratie. Sie erzählt von ihrem Kampf in der feministischen Umweltbewegung – als Schwarze Frau gegen koloniale und patriarchalkapitalistische Machtstrukturen in Brasilien.

Gerahmt werden die Vorträge durch kurze Lesungen des brasilianischen Epos »Grande Sertão: Veredas« von João Guimarães Rosa, das eine eindringliche Geschichte von Mensch, Krieg und Natur erzählt.

Ort

Windrose, Eingang GAT
Tempelhofer Damm 1-7
12101 Berlin

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