Rudolf Borchardt

Rudolf Borchardt

Rudolf Borchardt (1877–1945), studierte ab 1895 zunächst Theologie, klassische Philologie und Archäologie in Berlin und erweiterte seine Studien in Bonn und Göttingen um Germanistik und Ägyptologie. Von London und Italien aus führten ihn als gefragten Redner etliche Vortragsreisen nach Deutschland. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs diente er als Infanterieoffizier und arbeitete im Generalstab. Nach der Freilassung aus dem Gefängnis Innsbruck, wohin ihn 1944 die SS verschleppt hatte, versteckte er sich in Tirol, wo er 1945 verstarb. Er hinterließ ein großes Werk von Reden, Gedichten, Rezensionen und Übersetzungen, das u. a. von Theodor Adorno oder Friedrich Sieburg rezipiert wurde. Mit Hugo v. Hofmannsthal und Rudolf Alexander Schröder verband ihn enge Freundschaft, doch blieb er infolge selbstgewählter Isolation literarisch ein Solitär.

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