Enzyklopädie der russischen Seele
Buch

Enzyklopädie der russischen Seele

297 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Übersetzung: Beate Rausch
Preis: 25,00 €
Auch erhältlich als Ebook
Mit welcher Seite hält es Russland – mit dem Westen oder mit dem Osten? Was sind die Besonderheiten der russischen Mentalität, der russischen Werte und des russischen Lebensstils? Kurzum: Was ist die russische Seele? Mit einer kühnen Mischung aus Roman, Krimi und Enzyklopädie verbindet Jerofejew in seinem wohl umstrittensten Buch so spannungsreich wie philosophisch und so ironisch wie humorvoll Bestandsaufnahme mit Fantasie. Russland soll endlich wieder zur Supermacht werden. Doch dazu müssen Geheimdienstler und Militärs erst den mythischen »Grauen« finden. In ihre Suche schaltet sich ein russischer Intellektueller ein, der sich schließlich gemeinsam mit dem »Grauen« in verschiedenste Abenteuer und Liebschaften stürzt. Doch die wilde Achterbahnfahrt durch Russland, auf der sie bis zur Besinnungslosigkeit feiern und sich betrinken, endet jäh im phantasmagorischen Tod des »Grauen«. Der Held verzweifelt an der Unmöglichkeit, in Russland ein normales Leben zu führen. Alles empört ihn: das Volk, der Kreml, die Kommunisten, die Oligarchen und Amerika sowieso. Mal lacht er über die russische Welt, mal verfällt er darüber in Depressionen, während der Traum einer neuen Metaphysik für die gesamte Menschheit ihn nicht loslässt.
Buch
ISBN: 978-3-95757-952-2
Verlag: Matthes & Seitz Berlin
Veröffentlicht: 2021
Schlagworte: Russland, Osten, Russische Literatur, Enzyklopädie, Putin, Krimi, Roman, russische Seele, Kreml, Kommunismus, Amerika, Wahnsinn

»Gerade die verrücktesten Passagen kommen der Wirklichkeit besonders nah. Ein so gnadenloses, ketzerisches Pamphlet, nach dessen Lektüre man die Russen – ewiges Geheimnis der Dialektik – nur noch mehr liebt.«
– Christine Hamel, Bayern 2 Diwan

»[Jerofejew] hat keine Angst vor den Abgründen, er lotet sie aus, ohne Rücksicht auf Verluste. Damit gehört er zu den Autor*innen, die es schaffen, mit einem Roman voller Witz und Widerspruch die politische und gesellschaftliche Realität greifbarer zu machen als alle Statistiken und Analysen zusammen. Mehr kann man von politischer Literatur nicht erwarten.«
– Norma Schneider, neues deutschland