Ein Lagerfeuer am See, ein Traum von einer nahen Person, eine Zigarette auf dem Balkon in einer unbekannten Stadt – es sind die kleinen Ereignisse, die bei Piotr Sommer zum Wichtigsten werden auf der Welt. Mit schwebender Leichtigkeit und im Plauderton erzählt er von den großen Dingen im Kleinen: von Werden und Vergehen, Gegenwärtigem und Vergangenem, dem Leben, das manchmal sein eigenes Leben führt – und nicht zuletzt vom Ticken der Zeit in einem selbst. Piotr Sommers Gedichte sind Gespräche, sein Ton ist wie beiläufig, das Merkmal seiner Poesie ist Bewegung – ein Wägen der Gedanken, dessen Ziel ein möglichst genaues Verzeichnis der Lebensechos ist, denn: »Auch ich suche ein Atelier, wo alles registriert ist, Tag für Tag, und die Negative weiterhin aufbewahrt und registriert werden, auch jetzt.«
Stimmen
»[...] am meisten überzeugen die Texte, die universelle Themen ansprechen und deren gedankliche Finesse man erst allmählich entdeckt. Ihre Kraft liegt im ironischen Ton, in der beiläufig formulierten Pointe. Sie schöpfen aus der Vergangenheit wie aus der Gegenwart, aus den Erinnerungen an Freunde und Familienmitglieder wie aus den bestehendn Verbindungen, heben kleine Situationen, Handlungen, Dialoge hervor, erzählen von Verlust und Vergänglichkeit wie von der Kostbarkeit des Jetzt.
Und sie liefern kleine, tröstliche Weisheiten, die dich manchmal aus einer simplen Umkehrung der Betrachtungsperspektive ergeben.«
Marta Kijowska, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. Mai 2011
»Piotr Sommer lässt die Farben seiner Verse auch im Dunkeln leuchten. (...) Nichts Nostalgisches oder gar Weinerliches trübt diese Verse, vielmehr versuchen sie, aller Ironie zum Trotz, eine Sichtweise stark zu machen, die offen für die Erscheinungen ist (...). Nebenbei wandern immer wieder historische Splitter in die Verse ein. Dabei sind es nicht die großen Erzählungen, die interessieren, sondern die „petite histoire“ tritt in den Vordergrund: all die kleinen Gesten und Eigenheiten, wie jemand sich verhält oder kleidet, wie er isst, spricht und flucht.«
Der Tagesspiegel, 8. Juli 2010
»Mit feinem Gespür für die Kraft der Einzelheiten findet [Sommer] das Wesentliche nicht in großen Gedanken, sondern im Beiläufigen: in ironischen Pointen, sprachlichen Vorlieben, absurden Details oder kleinen Erinnerungen. So lauscht er dem »Zwischensinn« noch in der eigenen Vergangenheit nach, klopft die Welt Stück für Stück ab und lässt den Blick über die Dinge wandern. (...) Renate Schmidgalls Übersetzung fängt diese Lust an den Wörtern ein (...).«
Nico Bleutge, Neue Zürcher Zeitung, 22. Juni 2010
Im Dunkeln auch
Gedichte, zweisprachig

Piotr Sommer
Im Dunkeln auch
Gedichte, zweisprachig
224 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
in Zusammenarbeit mit dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD. Aus dem Polnischen von Renate Schmidgall
Im Dunkeln auch
Gedichte, zweisprachig
224 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
in Zusammenarbeit mit dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD. Aus dem Polnischen von Renate Schmidgall
ISBN: 978-3-88221-692-9
Preis: 24,80 € / 44,00 CHF
Preis: 24,80 € / 44,00 CHF

