Der Deutsche in der Landschaft

Der Deutsche in der Landschaft
Der Deutsche in der Landschaft

Reihe: Naturkunden Bd. 042
552 Seiten, Softcover Leinenband

Erschienen: 2018
ISBN: 978-3-95757-529-6
Preis: 25,00 €

Kaleidoskopartig entfalten sich in den Texten dieser erstmals 1925 in der Bremer Presse veröffentlichten Sammlung deutscher Reisebeschreibungen Wege, Täler, Berge und Ebenen aller Erdteile. Zumeist heute unbekanntere Geografen, Naturforscher, Kulturhistoriker und Dichter aus zwei Jahrhunderten kommen darin zu Wort. Sie alle zogen aus, die klingende Weisung, die der Herausgeber Rudolf Borchardt seiner Auswahl zuschreibt, zu verbreiten. Der Deutsche in der Landschaft ist Beobachter, Wanderer der Geschichte, Gast auf Erden: »Die Welt geht in ihn ein, indes er in der Welt«. Somit ist Borchardts Sammlung neben detaillierter Landschaftsbeschreibung immer auch kulturelles Psychogramm, Selbstreflexion über die eigene Herkunft, Versuch der Ordnung und des Erkenntnisgewinns. Walter Benjamin fasste diese faszinierende Sammlung so zusammen: »Wie vier Hauptansichten des Erdkörpers, die sich im neunzehnten Jahrhundert den Deutschen erschlossen – die streng geographische, die naturwissenschaftlich beschreibende, die landschaftlich schildernde, die historische –, in diesem Buch sich verbinden, das zu entwickeln, hieße ein zweites schreiben. Hier muß durchaus genügen, auszusprechen, wie sich gewisse Stellen des Werkes untereinander wieder zu geistigen Landschaften zusammenschließen, ja wie das Ganze eine platonische Landschaft, ein topos hyperouranios ist, in dem anschaulich und als Urbilder Städte, Provinzen und vergessene Erdwinkel liegen.«

Pressestimmen

»Man liest diese 74 Stücke mit warmer Sympathie für Sprache, Bildung und Auffassungsgabe dieser Deutschen in der Landschaft. Zu diesen Deutschen will man gern gehören.«
— Jens Nordalm, Die WELT

»Da die Texte sich einer forciert nationalen Deutung, wie sie Borchardt im Sinn hatte, entziehen und gerade nicht auf die chauvinistische Überhöhung des Landschaftsblicks abzielen, macht den Band (...) unbedingt lesenswert.«
— Adam Soboczynski, DIE ZEIT

»Eine Anthologie, die Maßstäbe gesetzt hat und nach wie vor setzt; von allem Anfang an nicht ganz unumstritten, aber unbestreitbar ein kulturgeschichtliches Monument.«
— Johann Holzner, Literaturkritik.de

»Gerade in der Vielfalt erkennt der Deutsche sich selbst. Vielleicht liegt darin das Geheimnis, warum dieses Buch so wenig verstaubt und altmodisch wirkt; [...] weil uns der Autor vor Augen führt, wie man als Deutscher in der Welt sein kann, ohne sich dabei selbst aus den Augen zu verlieren.«
– Johann Michael Möller, Rotary Magazin

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