Zur Restitution afrikanischer Kulturgüter

14.01.2019 19:00, Centre Francais de Berlin

Im November 2018, ein Jahr nachdem der französische Staatspräsident Emmanuel Macron im Rahmen seines Staatsbesuchs in Burkina Faso die Restitution von afrikanischen Kulturschätzen durch Frankreich ankündigt hatte, haben die von ihm beauftragten Expert*innen Felwine Sarr (Senegal) und Bénédicte Savoy (Frankreich) ihren bahnbrechenden Bericht Restituer le patrimoine africain veröffentlicht.

Die Publikation erregt weltweit große Aufmerksamkeit. Gestützt auf eine präzise Auswertung der in Paris zugänglichen Inventare und Archive rekonstruiert sie die koloniale Aneignungsgeschichte der afrikanischen Sammlungen in Frankreich. Der Bericht leitet daraus eine klare Empfehlung zur bedingungslosen Restitution ganzer Objektgruppen, sollten diese ganz oder teilweise von afrikanischer Staaten reklamiert werden. Mit der eindeutigen Benennung des kolonialen Sammelns als Form kultureller Ausbeutung mit weitreichenden Folgen wollen die Autor*innen zu einem neuen Verhältnis zwischen Afrika und Europa beitragen.

Auf Einladung des Bündnisses DECOLONIZE BERLIN und des Centre Francais de Berlin werden Felwine Sarr und Bénédicte Savoy die oftmals aus dem Zusammenhang gerissenen oder gar falsch wiedergegebenen Ergebnisse und Empfehlungen ihres Berichts ausführlich in eigenen Worten erläutern. Dabei sollen auch die Konsequenzen für Deutschland und andere Länder des Westens mit in den Blick genommen werden.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Each One Teach One (EOTO) e.V., Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) und Berlin Postkolonial

Eintritt: frei

Sprachen: Französisch, Deutsch und Englisch

Mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung und des Institut français

Ort

Centre Francais de Berlin
Müllerstr. 74
13349
Berlin

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